Beyond: Two Souls – Gamecheck ( Playstation 3 )

Nach den Spielen Fahrenheit und Heavy Rain folgt im Oktober 2013 der nächste Streich von Quantic Dream. Mit Beyond: Two Souls will der französische Entwickler neu für Aufsehen auf der Playstation 3 sorgen. Unsere Heldin heißt Jody Holmes, die von der Schauspielerin Ellen Paige verkörpert wird. Bekannt wurde Ellen Paige durch die Filme wie Juno oder Inception. Im Spiel verkörpert sie das Aussehen sowie die Stimme unser Hauptprotagonistin. Jody Holmes begleitet man als Spieler 15 Jahre in ihrem Leben. Also vom Kind über Teenager bis zur jung, erwachsenen Frau.

Prinzipiell ist das Spiel ein interaktiver Film, ein Adventure und ein quicktimereiches Actionspiel, das ins Mystische abgleitet. Denn Jody wird in ihrem Leben von dem Geist Aiden begleitet, mit dem sie reden kann und den sie seit ihrer Kindheit als Freund hat. Dieser unsichtbare Freund könnte man als Poltergeist sehen und dieser kann auch mal eine Kaffeetasse gegen die Wand hauen, wenn er schlecht gelaunt ist. Natürlich kann er auch viel schlimmere Dinge anstellen, aber er ist in erster Linie Jodys Freund. Das Spiel zeigt halt die Lebensgeschichte von Jody als merkwürdiges Kind mit einem unsichtbaren Freund, als rebellischer Teenager, der nirgends richtig reinpasst und als junge, erwachsene, Frau, die mit ihrem Selbst im Leben klar kommen muss.

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Ihr steuert nicht nur Jody, sondern auch Aiden als Geist. Man lenkt den Geist aus der Egosperspektive per Sixaxis-Contoller. Er kann natürlich als Geist durch alles hindurch fliegen. Er muss aber in der Nähe von Jody bleiben. Er ist unsichtbar außer für Tiere, zum Beispiel wird er von einem Hund angebellt. In einer brenzligen Situation versucht Aiden natürlich Jody den Fluchtweg freizuhalten, auch wenn es für die Gegner meistens nicht so gut ausgeht. Zum Beispiel wird Jody in einer langen Gameplay-Szene, die an Bord eines Zuges spielt, von einer Polizeistreife aufgegriffen und da muss Jody natürlich fliehen. Das ist sehr actionreich und sehr spannend erzählt. Aber gerade in dieser Szene kann man sehen, was Aiden alles so drauf hat.

Anfangs fängt er an sich ein bißchen zu langweilen, weil Jody schlafen will, dann vergnügt er sich im Zug, indem er im Zug Leute anschubst, Zeitschriften zerknittert oder Cafebecher umwirft. Später dann weckt er Jody, damit sie vor der Polizei flüchten kann. Diese Flucht wirkt dann sehr quicktimelastig, aber zum Beispiel die Steuerung auf dem Dach der Züge erfolgt dann doch über die direkte Steuerung. Also könnt ihr Jody mit dem Analogstick direkt steuern. Nach dem Ritt auf einem geklauten Moped kommt es zwischen Jody und der Polizei zu einem letzten Gefecht, in der Aiden so richtig aufdreht. Er beseelt dann Scharfschützen, die dann auf die eigenen Kameraden feuern oder Polizisten, die sich dann ans Steuer im Auto setzen und gegen eine Tankstelle fahren. Also sehr actionlastig und dramatisch ist diese Szene im Spiel.

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Natürlich habt ihr wie bei Heavy Rain jede Menge an Wahlmöglichkeiten, was den Fortgang der Handlung betrifft und Lösungswege innerhalb der Levels. Dies macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für Wiederspiel-Wert. Natürlich ist alles Echtzeit PS3-Grafik, die nicht nur schön aussieht, sondern auch wirklich gut umgesetzt wurde. Vor allem halt auch, dafür steht das Studio, die Gesichtsanimationen. Die sehen fantastisch aus und zeigen echt, charakterliche Züge eines Menschen. Die musikalische Untermalung wie die Soundkulisse sind passend und wirken sich positiv auf das Spiel aus.

Das Spiel ist ein toll erzählter Film und fantastisches Erlebnis dazu. Es ist zwar nicht besonders umfangreich, aber einfach gestrickt, indem man quicktimelastig im richtigen Moment die richtige Taste drückt. Natürlich gibt es Passagen, wo man Jody und Aiden direkt steuert. Mit einer traumhaften Grafik und einer gut umgesetzten Soundkulisse macht das Spiel viel Spaß und ist auf jeden Fall seinen Kauf wert.

WERTUNG: Grafik: 85%, Sound: 85%, Steuerung: 83%, Balance: 84%, Spielspass: 85%, Mehrspieler: 84%, Gesamtwertung: 84%.