The Walking Dead – Survival Instinct (PS3) – Gamecheck

Endlich zur erfolgreichen AMCs TV-Serie The Walking Dead erscheint der erste Ego-Shooter von Publisher Activision mit den Namen Survival Instinct. Das Spiel erscheint in einer ungekürzten USK 18-Version. Das Spiel stellt ein Prequel zur Serie da und somit schlüpft ihr schon in die Rolle von Darrel, der mit seinem Bruder Merle, ein Weg durch die Zombie-Apokalypse sucht. Ziel der beiden soll die Stadt Atlanta sein. Und das war es auch im Großen und Ganzen von der Story, denn im Spiel geht es ums Überleben. Zwar wird im Hintergrund auch eine Geschichte erzählt, warum die USA voller Zombies ist, aber das ist nur Nebensache.

The Walking Dead: Survival Instinct bietet uns einen Ego-Shooter mit Survival-Elementen. Ihr durchstreift einzelne Level in denen es immer eine Hauptaufgabe zu lösen gilt. Mal müssen wir Benzin besorgen, ein anderes Mal die Straße räumen oder ein anderes Mal eine Person aus einem Gefängnis retten. Im Enddefekt macht ihr in jedem Level das Gleiche, zum Beispiel: Zum Punkt A laufen und dort einen Schalter betätigen, mit jemandem reden oder ein Auto wegschieben, dann geht es zum Punkt B. Unterwegs müsst ihr ein paar Zombies töten, dann einen Schlenker zu C und D machen und zurück zum Start und Ziel-Punkt gehen. So läuft es meistens.

Das Geniale aber am Spiel ist der Punkt zu überleben. Das liegt vor allem an dem Survival-Elementen. Munition ist selten und so solltet ihr euch jede Kugel sparen und lieber mit einem Messer die Zombies bearbeiten. Zwar sind die Schusswaffen im Spiel sehr mächtig, das Problem ist aber nicht nur die knappe Munition, sondern der Lärm, die diese Waffen machen. Einmal mit der Schrotflinte geballert, schon huschen 20 Zombies auf euch zu. Sind die Gegner im 1 zu 1-Kampf leicht umzubringen, sind sie in der Masse tödlich. Leider ist das Kampfverhalten der Zombies ein wenig einseitig. Im 1 zu 1-Kampf lassen sie sich ohne Probleme austricksen. Einfach schlagen, schlagen und nochmal schlagen. Wenn man mal ein wenig Variation haben will, schubst man sie, schlägt sie dann und haut das Messer in den Kopf.

Innerhalb der Stadt findet ihr nicht nur Munition und neue Waffen, sondern auch Rationen und spezielle Ausrüstungen. Zum Beispiel eine Leuchtfackel mit der man die Zombiehorde ablenken kann. Wichtig ist vor allem auch die Ration, denn im Spiel hat man eine klassische Health-Bar, das heißt kurz irgendwo verstecken und sich ausruhen ist nicht drin. Wer also was zu essen findet, sollte damit sparsam umgehen, denn großzügig verteilt ist das Essen nicht.

Außerdem findet ihr in der Stadt hin und wieder Überlebende, die ihr mit auf die Reise nehmen könnt. Den menschlichen Begleitern könnt ihr vor jeder Mission Aufgaben zuweisen. So sollen sie in der Stadt nach Nahrung oder Munition suchen oder lieber beim Auto warten. Wer die Kollegen auf Entdeckungstour schickt, der sollte ihnen aber auch eine Waffe in die Hand drücken, weil wenn sie sterben, können sie dich auch nicht mehr unterstützen. Auch euer Inventar sollte sorgsam gewählt werden. Im Auto könnt ihr zwar unendlich viele Gegenstände aufbewahren, aber ihr könnt nicht alles mitnehmen.

Hin und wieder werden euch auf der Karte verschiedene Richtungen nach Atlanta angezeigt. Egal für welchen Weg ihr euch entscheidet, das Spiel fragt euch immer, ob ihr via Nebenstrassen, Hauptstrassen oder Highways zum Ziel fahren wollt. Je nachdem für welchen Weg ihr euch entscheidet, verbraucht ihr entweder mehr Benzin und müsst in der nächsten Stadt mehr Benzin zusammen suchen oder ihr entdeckt auf der Fahrt spezielle Orte. Dann fragt euch das Spiel, ob ihr aussteigen und diesen Ort erkunden wollt, zum Beispiel einen Rastplatz. Dort findet ihr vielleicht etwas zu essen oder sogar Munition. Ein anderes Mal versperrt ein Auto inklusive Zombies den Weg. Ihr habt jetzt die Wahl, ob ihr das Auto zur Seite schiebt und die Untoten beseitigen wollt oder ob ihr lieber umdreht und den Weg zurückfährt. Zwar verbraucht ihr mehr Benzin, aber dafür kommt ihr sicher ans Ziel.

Grafisch ist das Spiel einigermaßen gut umgesetzt und hat die Atmosphäre eines Survival-Shooters. Leider gibt es hier und da matschige Texturen. Die Spielfiguren sind detailliert gestaltet und haben das Aussehen der Schauspieler aus der Serie. Das Spiel bietet leider nur eine englische Tonspur, aber dafür einen deutschen Bildschirmtext. Die Umgebung in der man sich befindet, wirkt nicht sehr einladend, aber gerade dieses Gefühl will man erreichen. Der Sound im Spiel passt sich der dunklen Atmosphäre im Spiel an und sorgt für Gänsehaut pur.

Die Survival-Action, die interessante Spielmechanik und der dramatische Handlungsablauf machen The Walking Dead: Survival Instinct zu einem würdigen Ego-Shooter. Ob man nun einfach nur rumläuft und Zombies platt macht oder schleichend durch die Missionen läuft, ihr entscheidet euer Spielgeschehen. Bleibt ihr offensiv oder defensiv und dieser Effekt ist sehr gut in diesem Shooter gelöst. Es macht Spaß und Freude zu überleben, obwohl man so oder so schon wenig Munition und Nahrung besitzt.

WERTUNG: Grafik: 74%, Sound: 72%, Steuerung: 73%, Balance: 73%, Spielspass: 72%, Mehrspieler: 73%, Gesamtwertung: 73%.