Spieletest

Zack & Wiki – Der Schatz von Barbaros (Release: 18.01.2008)

Zack & Wiki ist das lustig, bunte Point & Klick-Adventure aus dem Hause Capcom. Das Spiel beginnt, nach dem üblichen Anlegen eines Speicherplatzes, in einer Art Flugzeug. Zack, der Hauptcharakter welcher vom Spieler übernommen wird, ein „Seehase“ namens Wiki als sein treuer Weggefährte und der „Pilot“ sind anwesend. Ausserdem Kisten mit scheinbar sinnlosem Plunder. Der Flug hätte so schön sein können, wären unsere Helden nicht urplötzlich von einem riesigen Flugschiff angegriffen worden, welche das eigene Flugzeug zum Absturz brachten. Nachdem sich der Kapitän per Schleudersitz aus dem Staub gemacht hat beginnt das Abenteuer richtig.

Mit der A-Taste kann man nahezu jeden Gegenstand in seiner Umgebung untersuchen. Dies ist auch der elementare Sinn des Spiels. So findet Zack sehr schnell heraus, das er durch einen Hebel die Ladeluke des Flugzeugs öffnen kann und so der drohenden kompletten Zerstörung entkommen kann. Zusammen mit seinem Begleiter Wiki befindet er sich also im freien Fall. Mit der B-Taste der Wii-Remote kann sich Zack umsehen. Dabei entdeckt er neben einigen Kisten auch einen Regenschirm ud schnappt ihn sich. Beim genauen Betrachten des Gegenstandes findet Zack heraus wie der Schirm zu öffnen ist und ist heil froh nicht ungebremst zu Boden zu rasen. Wiki erklärt dem Spieler auch sofort wie man aufgehobene Gegenstände wieder los wird, also ist Zack wieder im freien Fall. Weshalb Wiki das nicht interessiert? Wiki kann fliegen, er hat also ein Problem weniger als sein „Boss“, wie er Zack nennt.

Frei nach dem Motto: „Runter kommt man immer“ finden sie die beiden an einem Wasserfall wieder wo das „Tutorial“ fortgesetzt wird. So müssen Zack & Wiki den herabtreibenden Trümmern des eigenen Flugzeugs entkommen, indem sie mit einer gefundenen Säge einen Baum fällen und somit eine Brücke schaffen. Auf der anderen Seite der Brücke finden sie einen Schatz. Die Überraschung ist gross, als sich in der Schatztruhe König Barbaros persönlich aufhält. Naja das ist nicht ganz richtig. Eigentlich handelt es sich nur um seinen Kopf, denn unglücklicherweise wurde sein ganzer Körper in Einzelteilen in der Gegend verteilt. König Barbaros bitte unsere Spieler also ihn wieder zu verfollständigen und verspricht eine reiche Belohnung.

Zack & Wiki finden sich nun in einer Art „Basis“ wieder von wo aus das Hauptspiel beginnt. Hier können Statistiken eingesehen werden, Gegenstände gekauft werden, Tricks zu Rätseln gekauft werden und vieles mehr. Auch König Barbaros hat es sich in einem Schrank gemütlich gemacht, wo ihr nun die Aufgabe habt ihn durch immer mehr Teile zu verfollständigen. In der Mitte des Raumes sitzt ein Mann mit einer Landkarte. Dies ist gleichzeitig Euer Tor zu allen Rätseln und Aufgaben. Mit einem Klick könnt ihr nun weitere Gebiete betreten und das jeweilige Rätsel lösen. Nach jedem bestandenen Quest wird einer oder mehrere Neue freigegeben und bei jedem Erfolg gibt es ein neues Körperteil für Barbaros…

Die einzelnen Rätsel sind teilweise sehr verzwickt. Es ist notwendig wirklich jede Kleinigkeit anzuklicken um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Es handelt sich um sehr Unterschiedliche Umgebungen mit vielen verschiedenen Hilfsmitteln und Feinden oder Fallen. Hier ist für Abwechslung beim Rätselspass gesorgt.

[b]Grafik:[/b]
Grafisch macht das Spiel einiges her. Vorausgesetzt man kann sich mit der knuddel-bunten-Grafik anfreunden. Die Umgebungen sind sehr unterschiedlich und detailiert. Gegenstände und andere Lebewesen sind schön animiert und liebevoll designed. Die vielen bunten Farben und Animationen heben den Spielspass auch bei mäßiger Balance (s.u.).

[b]Sound:[/b]
Der Sound von Zack & Wiki ist ok. Soundeffekte lassen den Spieler wissen das sich etwas in seiner Umgebung verändert hat. Viele Wesen sprechen in einer fremdartigen Sprache, was für ein Spiel dieser Art aber absolut angemessen ist. Die Wii-Remote gibt ab und zu auch noch leicht krächzende Geräusche von sich um vom Spieler ausgeführte Aktionen zu untermauern.

[b]Steuerung:[/b]
Die Möglichkeiten der Wi werden grösstenteils ausgenutzt. Gespielt wird nur mit der Remote ohne Nunchuck. Dabei wird der Analogstick zum herumlaufen verwenden, die Taste A zur Aktion, B zum herumschauen und 1+2 um mit Gegenständen zu interagieren. Ausserdem kann durch Schütteln der Remote Wiki wichtige Hilfe leisten indem er sich zum Beispiel in eine Glocke verwandelt die der Spieler leuten kann.

[b]Balance:[/b]
Das Spiel besticht durch ein sehr hilfreiches Tutorial, was auch in der Schwierigkeitsstufe angemessen ist. Nach den ersten zwei Quests und den ersten 2 Teile von Barbaros Körper steigt der Schwierigkeitsgrad jedoch enorm an. Rätsel werden wirklich knifflig und man muss nicht selten einen Quest gleich mehrmals beginnen da man auf irgendeine Art und Weise sein Leben verloren hat oder gefangen wurde. Der erfahrene Spieler entwickelt sicher irgendwann ein Auge für die wichtigen Teile und kennt das Vorgehen im Spiel. Einsteiger könnten es aber anfangs schwer haben.

[b]Spielspass:[/b]
Der Spielspass ist trotz mangelnder Balance hoch. Die Umgebung, die Charaktere und nicht zuletzt die Rätsel halten den Spieler bei Laune. Lustige Dialoge und eine ausgeflippte Story runden das Konzept ab.

[b]Mehrspieler:[/b]
Es ist kein Mehrspielermodus vorhanden. Trotzdem macht es Spass auch mit mehreren vor einer Wii an den Rätseln zu knobeln.

[gamecheck]90 75 80 70 80 0[/gamecheck] WERTUNG: Grafik: 90%, Sound: 75%, Steuerung: 80%, Balance: 70%, Spielspass: 80%, Mehrspieler: na%, Gesamtwertung: 79%.