Warhammer: Chaosbane – Gamecheck

Spricht man von einem Diablo-Clon, weiß eigentlich jeder Gamer gleich was gemeint ist. Aus der Schrägdraufsicht metzelt man wahre Horden an Gegnern weg und lootet was das Zeug hält. In die Reihe des von Blizzard geprägten Genres reiht sich ein besonderer Vertrete ein – Warhammer: Chaosbane. Weshalb besonders? Weil man mit Fug und Recht behaupten kann, dass sich das Universum rund um Warhammer schon in fast jedem Bereich der Spielewelt finden lässt. Nun eben auch das erste Hack and Slay.

Eko Software bringt uns das gute Stück auf den PC, XBox und Playstation. Jeder der schon ein mal Victor Vran, Path of Exile oder eben Diablo gespielt hat, wird sich sogleich zurecht finden. Große Überraschungen gibt es bei Warhammer: Chaosbane nicht. Zwar sind die Dungeons schön anzusehen, jedoch ähneln sie sich allesamt sehr. Interaktion mit der Umgebung gibt es nicht. Als Klassen stehen Ritter, Zauberer, Zwergenkrieger und Elfen-Waldläufer zur Verfügung. Klingt erst mal nach Standard, die Individualisierungen durch Skillpunkte und Ausrüstung reißen das aber wieder raus. Gegner sind reichlich vorhanden, auch wenn wir uns auch hier mehr Abwechslung gewünscht hätten. Natürlich sind Nah- und Fernkämpfer von der Partie, welche auch Flächenschaden einsetzen können. So werden wir den heranstürmenden Massen von Mops schneller Herr. Genau wie reichlich Gegner, gibt es auch Unmengen von Loot. Die Ausrüstung darf dabei ebenfalls aufgepowert werden. Setitems bringen einen zusätzlichen Bonus.

Warhammer: Chaosbane ist kein kurzes Spiel. Bis zu knapp 20 Stunden kann man im Gemetzel verbringen. Zumal bereits erledigte Gegner auch noch weitere Herausforderungen wie zum Beispiel den Boss-Rush bieten. Auch lohnt es sich für bessere Ausrüstung, bereits erledigte Gewölbe, noch mal anzugehen. Bei fortgeschrittenem Spiel erhalten wir neben den normalen Fertigkeiten auch noch sogenannte Boss-Skills, welche für jeden Charakter sehr individuell sind und neuen Schwung ins Gameplay bringen. Den Schwung brauchen wir auch, denn die Maps ansicht laden nicht gerade zur Langzeitmotivation ein. Zwar wurden diese händisch, unterschiedlich erstellt, bestehen aber immer aus den gleichen Modulen, was schnell auffällt.

Viele Spiele machen im Mehrspieler-Modus mehr Spaß. Das ist bei Warhammer: Chaosbane nicht anders. Zum Glück ist dieser vorhanden. In OnlineMatches spielen wir entweder mit einem Freund oder lassen den Zufall für uns entscheiden. Ein großer Nachteil ist, dass das Spiel hier nicht auf den Stand des Spielers achtet. Es kann also sein, dass ein Anfänger mit einem Spieler deutlich höheren Levels gematcht wird. Hier sollte noch ausgebessert werden. Ist man dann zu Zweit im Team hat man nicht zuletzt gegen die Bosse bessere Chance, welche den Spieler erstmals auch fordern. Überhaupt lohnt der leichte Schwierigkeitsgrad eher nicht, da er kaum eine Herausforderung darstellt.

Warhammer: Chaosbane hat einen Item-Store und kann dadurch mit Echtgeld beschleunigt werden. Leider handelt es sich hierbei nicht nur um kosmetische Inhalte, sondern auch um XP und Gold-Booster. Dennoch ist alles auch ohne Einsatz von Echtgeld erreichbar, benötigt dann aber mehr Ausdauer und Zeit. Spielt man zu Zweit ist das aber gar nicht so schlimm.

Warhammer: Chaosbane hat Schwächen im Storytelling, auch die Karten und Gegnerauswahl haben uns nicht so gefallen. Die Kämpfe dagegen sind toll gemacht, der Loot gerecht und motivierend. Das Prinzip des “immer besser werden wollen” greift absolut. Die Entwicklungsmöglichkeiten und das Gameplay sind gut. Schnappt euch eine Mitspielerin oder einen Mitspieler und los gehts.