Police 2 Recht und Ordnung – Gamecheck (mit Videotest)

Mit Police 2 schickt der Entwickler eine Fortsetzung zum ersten Teil ins Rennen. Dieser überzeugte stellenweise nicht gerade durch den versprochenen Realismus und erwartete Spannung und konnte mehr als strategische Unterhaltung gewertet werden. Dies soll sich nun ändern und in -Recht und Ordnung- mehr Wert auf Echtheit gelegt werden. In der Fortsetzung stehen neue Missionen, differenzierte Einheiten und weitere Änderungen bereit. Ob dies gelungen ist versuchen wir in unserem Gamecheck und anschliessenden Videotest zu erkunden.

Erneut schlüpfen wir in die Rolle des Managers und planen unser Revier, sorgen für Überwachung und wahrung des Gesetzes. Nicht zu verwechseln ist Police 2 mit Polizei. Dabei ertappten wir uns selbst immer wieder, es handelt sich aber um zwei verschiedene Serien. Wir sitzen also in der Polizeistation und sehen die Stadt aus der Vogelperspektive. Hier machen wir uns mit der übersichtlich gehaltenen Steuerung vertraut und stellen schon bald die ersten Beamten ein. Im weiteren Spielverlauf können wir dann auch weitere Polizeiwachen anmieten. Positiv fällt auf, das sich die Einheiten, aber auch Inventar wie Blitzer und Kameras weiter entwickeln können. So erhalten wir im späteren Spielverlauf die Möglichkeit Spezialisten anzuheuern und unsere Überwachungsmaßnahmen effektiver zu gastalten. Auch stehen mehrere Fahrzeuge bereit, bis hin zum Mannschaftswagen oder der Einsatzleitung. Für grössere Missionen sind wir also gerüstet.

Angestellte Beamte setzen wir gemäß ihres Berufsbildes in Teams ein. Diese sind mehr oder weniger frei gestaltbar und unterscheiden sich erstmal nur zwischen Fusstruppe und Fahrzeugbesatzung. Während kein Notfall vorliegt haben wir also genug Zeit unsere Station auf Trapp zu bringen und aufzuwerten. Unsere Polizisten schicken wir derweil im selbsterstellten Schichtplan auf Streife oder zu Personenkontrollen. So können wir dem Verbrechen bereits im Vorfeld Einhalt gebieten. Kommt es dann doch zu einem Notruf, wird uns dieser auf der Stadtkarte rot markiert. Wir können jetzt frei entscheiden welche Einheiten wir ansetzen. Sind zuwenige Beamte im Einsatz entkommen die Verbrecher, zu viele kosten uns aber unnötig Geld. Geld spülen wir durch Steuern unserer Stadt, erfolgreich erledigte Missionen und natürlich durch Blitzerkontrollen in die Kassen. Die Einsätze sind mäßig abwechslungsreich und fordern erstmal nicht. Mehr Action verspricht hier der hohe Schwierigkeitsgrad, welcher deutlich mehr Verbrechen und schwerer festzunehmende Ganoven verspricht. Und gibt es dann doch einmal nichts zutun stellen wir die Zeit einfach ein bisschen schneller bzw. halten sie für strategische Maßnahmen einfach an.

Mit der Zeit baut der Spieler sich so eine komplette Polizeistaffel auf. Dank Dienstplänen sind die Beamten rund um die Uhr im Einsatz und auf der Jagd. Die Notfälle bringen Abwechslung ins Geschehen. Leider ist die Stadt recht klein, langweilig gestaltet und auch die grössten Einsätze wirken irgendwann ermüdend. Das Budget im Spiel scheint erstmal ausreichend. Konzentrieren wir uns auch auf das Geld verdienen, kommen wir schnell in den Genuss besserer Ausrüstung und einer grösseren Mannschaft. So kann man zwar sagen, das der zweite Teil der Serie an Realismus gewonnen, aber an Spannung verloren hat. Durch die Aufgabe als -Einsatzleiter- fällt der Schwerpunkt deutlich taktisch und strategisch aus. Wir finden: In jedem Fall besser als der erste Teil, aber mit noch zu wenig Funktionen und seltener Abwechslung. Lediglich die oben bereits erwähnten Spezialisten und das Labor für neue Errungenschaften peppen das Spiel auf.

Wer neben dem schriftlichen Test gerne einen Blick ins Spiel werfen möchte, dem sei unser folgender Videotest wärmstens ans Herz gelegt:

Teil 1:
YouTube: Klick

Teil 2:
YouTube: Klick[gamecheck]75 75 80 80 76 0[/gamecheck] WERTUNG: Grafik: 75%, Sound: 75%, Steuerung: 80%, Balance: 80%, Spielspass: 76%, Mehrspieler: na%, Gesamtwertung: 77%.