Driver San Francisco – Gamecheck

Seit einigen Tagen dürfen wir in „Driver – San Francisco“ wieder durch die Stadt heizen und Aufträge erledigen. Klingt altbacken? Ist es auch, allerdings wertet das ein Spiel ja nicht gleich ab. Der neue Driver-Teil schafft es mit dem neuen „Shift“-Element neuen Wind in das Genre zu bringen.

Dabei habe ich gerade schon das neuste und spielprägenste Element genannt. Nach einem Nahtod-Erlebnis unseres Charakters John Tanner, erlaubt uns die „Shift“-Funktion mit unserem Geist aus unserem Körper zu entfliehen und in jeden anderen beliebigen Körper zu schlüpfen. Dabei springen wir natürlich nur von Auto zu Auto, da wir in Driver – San Francisco unseren Wagen nicht verlassen können. Das wird keinerlei eintönig, da die Missionen abwechslungsreich gestaltet sind. Mal sitzen wir in einem Polizeiauto, das andere mal fahren wir mit einem Audi TT durch die Straßen von San Francisco. Das neue Element klingt abgedreht, beschert uns aber viele, schnell ändernde Spielszenen, die mich an mein Sofa gefesselt haben.
Natürlich hat jede Geschichte eine Grundlage – auch Driver – San Francisco. So müssen wir den entflohenen Gangster-Boss Charles Jericho wieder hinter Gitter bringen. Natürlich nicht ohne die üblichen Hindernisse, die ein solches Spiel ausmachen… aber hier wollen wir definitiv nicht zu viel verraten.

Im Spiel finden sich zahlreiche lizensierte Fahrzeuge wieder. Etwa 120 Fahrzeuge, vom Pickup bis zum Sportwagen, können wir entdecken. Dabei fahren wir durch das durchaus realitätsnahe San Francisco, mit seinen Berg- und Talfahren, Verzweigungen und Sehenswürdigkeiten. Leider ist die Qualität der Texturen dabei nicht mehr zeitgemäß und wir fahren durch relativ unliebevoll gestaltete Häuserblocks. – Und das wars auch schon mit der Nörgelei! Denn wenn wir mit 200 Sachen über die Hauptstraße fahren, presst es uns regelrecht ins Sofa. Da sind die vorbeifliegenden Häuserfassaden sowieso Nebensache. Die Zwischensequenzen setzen sich aus gerenderten Filmen und Spielgrafik zusammen. Eine prima Mischung! Ein guter Soundtrack und eine gelungene Sprachausgabe der Charaktere komplettiert den starken neuen Driver Teil.

Neben der Hauptstory dürfen wir jederzeit frei durch die Straßen von San Francisco streifen, sorry – rasen. Dabei können wir, je nach Lust und Laune, immer wieder einige Nebenaufgaben erfüllen. Im freien Teil des Spiels konnten wir auch am Besten das Schadensmodell testen. Unsere Karosserie verhält sich realistisch zu den von uns gebauten Unfällen. Sieht nett aus und reicht auch vollkommen aus, so wie es ist. Unseren jeweiligen Wagen kaputtzufahren, bedarf es schon einer langen, rüpelhaften Fahrt. Die Fahrzeuge sind extremst stabil, was die Technik angeht.

Wer genug vom Storymodus, oder KI hat, begibt sich einfach Online auf die Piste. Ob ihr euch für die „Freie Fahrt“ entscheidet, wo ihr durch die Stadt fahrt und kleine Aufgaben erledigen könnt, oder gegeneinander durch das „Shifting“ eure beiden zur Verfügung stehenden Wagen ins Ziel bringen müsst, bleibt euch überlassen.
Im Offline-Modus steht euch übrigens ein Splitscreen zur Verfügung. Rasante Fahrten an einer Konsole / einem PC sind garantiert.

Driver 5 überraschte unsere Redaktion positiv. Nach umfangreichen Tests, sind wir mit dem Spiel noch lange nicht müde geworden. Die einzige, wirkliche Neuerung, der „Shift“-Modus, macht das Spiel zu einem echten Geheimtipp für alle, die mit Rennspiele eigentlich nichts anfangen können. Alle, die Fan von letztgenanntem sind, müssen sich Driver – San Francisco zulegen. Enttäuscht wird man definitiv nicht.

WERTUNG: Grafik: 78%, Sound: 85%, Steuerung: 85%, Balance: 83%, Spielspass: 86%, Mehrspieler: 84%, Gesamtwertung: 84%.