Trackmania 2 Canyon – Gamecheck

Trackmania 2 macht einiges anders, als die bisherigen Teile der erfolgreichen Rennspiel Serie. Was es dabei gut oder auch schlecht macht, erläutern wir im folgendem Test. Eines vorweg, Trackmania 2 Canyon ist nur über die Downloadplattform „Maniaplanet“ zu erwerben.

Wer Trackmania 2 Canyon startet, der findet sich zunächst in gewohnter Umgebung wieder. Das Hauptmenü erinnert stark an den Vorgänger Trackmania United. Im Einzelspieler Bereich allerdings erlebt man eine kleine Überraschung, es gibt nur einen Rennmodus. Die aus den Vorgängern noch bekannten Modi Puzzle, Plattform, Stunt und Crazy gibt es nicht mehr. Allerdings wieder vorhanden sind die in Farben aufgeteilten Schwierigkeitsstufen mit jeweils 15 Strecken. Beim Streckendesign wurde sich wieder viel Mühe gegeben und so wirken die Strecken meistens sehr harmonisch. Auch der stetig steigende Schwierigkeitsgrad ist gut ausbalanciert. Einziger Kritikpunkt, Teilweise müssen lange Runden Maps gefahren werden, wo ein Durchlauf bis zu fünf Minuten dauern kann.

Trackmania ist aber vor allem für den Multiplayermodus bekannt. Dieser funktioniert in Trackmania 2 Canyon wieder wie im Vorgänger. Ihr wählt also ein Gebiet aus (z.B. Deutschland, Bayern, München) und dort dann einen Server. Dabei müsst ihr nicht Stadtgenau auswählen, ihr könnt ebenfalls einfach einen deutschen oder französischen Server nehmen. Was ihr für einen Rennmodus fahrt, legt der Server fest. Das können z. B. Zeitrennen oder Rundenrennen sein.

Im Lokalen Spiel gibt es dieses mal frischen Wind, so hat es nun endlich der Splitscreen Modus ins Spiel geschafft, welchen es bisher nur bei der Wii Version von Trackmania gab. Ansonsten könnt ihr hier noch Hot Seat (nacheinander fahren) oder im LAN spielen. Außerdem könnt ihr hier auch auf selbst erstellten Karten oder gegen eine Bestzeit fahren.

Wie fährt sich aber nun Trackmania 2 Canyon? Grundsätzlich lässt sich sagen, das alte Trackmania Gefühl erfasst einen sofort wieder, obwohl es steuerungstechnisch einige Veränderungen gab. So ist das Driften nun zu einem Zentralen Element geworden. Viele Kurven sind nur so gut zu handhaben und außerdem ist die normale Steuerung des Wagens ein wenig träge.

Das Herzstück von Trackmania ist aber noch immer der Streckeneditor. Mit einer großen Auswahl an Bauteilen könnt ihr ganz individuelle Strecken bauen und gestalten. Es gibt wieder Loopings, Schanzen, Steilkurven, Tunnel usw.. Eigene Strecken können dann im Multiplayer verwendet werden oder sogar zum Download angeboten werden.

Einen Videotest gibt es hier: [url]http://www.nexplay.de/index.php?shownews=2768[/url]

[b]Grafik:[/b]

Trackmania 2 Canyon hat einen tollen Sprung nach vorne gemacht und überzeugt mit einer detailreichen Grafik. Auch die Beleuchtung ist sehr schön gelungen.

[b]Sound:[/b]

Der Sound ist ebenfalls solide, wenn auch nicht gänzlich überzeugend, das Geräusch der Autos ist einfach nicht glaubwürdig. Was allerdings wieder gut geraten ist, sind die im Hintergrund spielenden Musikstücke.

[b]Steuerung:[/b]

Die Steuerung mit den Pfeiltasten ist schnell und einfach gelernt, nur das Driften fordert etwas Einarbeitung und Fingerspitzengefühl.

[b]Balance:[/b]

Die Strecken im Singelplayer werden stetig schwerer und anspruchsvoller, so soll es sein. Weniger schön allerdings, das man sich an manchen Maps lange aufhalten muss um weitere Strecken freizuschalten.

[b]Spielspass:
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Dieses Trackmanaia ist wieder gut gelungen und fesselt einen, da man immer noch ein paar Millisekunden besser sein möchte als der Konkurrent oder die eigene Bestzeit.

[b]Mehrspieler:[/b]

Im Multiplayer um jede einzelne Millisekunde zu kämpfen ist wahnsinnig spannend und motivierend. Ganz klar eine große Stärke von Trackmania 2 Canyon.

WERTUNG: Grafik: 84%, Sound: 80%, Steuerung: 85%, Balance: 86%, Spielspass: 89%, Mehrspieler: 91%, Gesamtwertung: 86%.