Millionen Deutsche halten sich mit Games fit

Ob zu Pop-Songs vor dem Bildschirm abtanzen und dabei Punkte sammeln, mit einer Virtual-Reality-Brille Lichtschwerter im Takt zur Musik schwingen oder spielerisch ganze Fitness-Routinen absolvieren: Computer- und Videospiele, die man nur mit körperlicher Bewegung meistert und die damit auf unterhaltsame Art und Weise die Fitness fördern, überzeugen rund jeden zweiten Menschen in Deutschland. So hat knapp ein Drittel (30 Prozent) schon mal Games gespielt, die die körperliche Fitness unterstützen, und weitere 17 Prozent sind an solchen Spielen interessiert. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des game – Verband der deutschen Games-Branche in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov hervor.

Erst vor kurzem berichtete die Weltgesundheitsorganisation, dass Millionen Menschen in Deutschland sich im Alltag nicht ausreichend bewegen und dadurch einem höheren Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind. Durch den Spaßfaktor und verschiedene Belohnungselemente wie Trophäen- und Punktesammeln können Computer- und Videospiele die körperliche Aktivität fördern und die Motivation erhöhen. Etwa bei Games wie dem Fitness-Spiel ‚Ring Fit Adventure‘ von Nintendo oder den Rhythmusspielen ‚Just Dance‘ von Ubisoft und ‚Beat Saber‘ von Beat Games werden Bewegungen mit Gaming kombiniert. Mithilfe von Hardware wie einer Kamera für die Spielkonsole oder spezieller Controller können Spielende so auch von zuhause aus beim Training am Ball bleiben. Insbesondere die Jüngeren spielen gern Games, um in Bewegung zu bleiben. So sind mehr als ein Drittel der 16- bis 24-Jährigen (38 Prozent) und über die Hälfte der 25- bis 34-Jährigen (52 Prozent) in Deutschland mithilfe von Games körperlich aktiv und waren es schon einmal. Doch auch für die Älteren bieten die gamifizierten Übungen eine spannende Alternative: So hält sich rund jeder beziehungsweise jede Sechste (16 Prozent) über 55 Jahren mit solchen Games bereits fit und jeder beziehungsweise jede Siebte (14 Prozent) hätte in Zukunft daran Interesse.