Wachstum auf dem deutschen Games-Markt flacht auf 2 Prozent ab

Der deutsche Games-Markt bekommt Gegenwind zu spüren: Nachdem der Umsatz mit Games und entsprechender Hardware in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, hat sich das Wachstum im ersten Halbjahr 2022 deutlich abgeschwächt. Wuchs in den ersten sechs Monaten 2021 der deutsche Games-Markt noch um 22 Prozent, waren es im gleichen Zeitraum ein Jahr später nur noch 2 Prozent. Danach betrug der Umsatz mit Computer- und Videospielen sowie Games-Hardware in den ersten sechs Monaten 2022 rund 4,5 Milliarden Euro. Das gab heute der game – Verband der deutschen Games-Branche auf der Pressekonferenz der gamescom bekannt. Das weltgrößte Games-Event findet in der kommenden Woche auch wieder vor Ort in Köln statt. Basis der Daten sind Erhebungen der Marktforschungsunternehmen GfK und Data.ai. Die Wachstumstreiber der Vorjahre wie der Umsatz mit Spiele-Apps sind im ersten Halbjahr 2022 sogar gesunken. So wurden mit In-App-Käufen 1,3 Milliarden Euro umgesetzt und damit rund 7 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Besonders stark gewachsen ist dagegen der Umsatz mit In-Game-Käufen bei PC- und Konsolenspielen. Dieser Teilmarkt wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 705 Millionen Euro. Auch mit Abonnements für einzelne Spiele (+19 Prozent auf 85 Millionen Euro) und Gebühren für Online-Dienste (+10 Prozent auf 416 Millionen Euro) konnten die Umsatzverluste aus anderen Bereichen aufgefangen werden. Im Bereich der Spiele-Hardware konnte auch aufgrund der weiter anhaltenden Lieferengpässe einzig das Segment der Spiele-PCs und -Laptops wachsen. Hier stieg im ersten Halbjahr 2022 der Umsatz um 10 Prozent auf 479 Millionen Euro.