Bulletstorm – Gamescheck

Bulletstorm ist der neue Egoshooter der Painkiller-Schöpfer von People Can Fly in Zusammenarbeit mit Epic Games. Ziel der Entwickler war offenbar, mit diesem Spiel einen möglichst abgedrehten Actiontrip zu schaffen, der sich von der Egoshooterentwicklung der letzten Jahre deutlich unterscheidet.

Um das wirklich deutlich zu machen haben die Entwickler im Rahmen der Werbekampagne zu Bulletstorm bereits das Minispiel -Duty Calls- veröffentlicht, indem welchem die Entwickler die versammelte Manschaft der Militärshooter durch den Kakau ziehen. Neben dieser eher lustigen Geschichte sorgte Buletstom bereits im Vorfeld für einige Diskusionen. Es sei viel zu brutal und geschmacklos. Deshalb kommt das Spiel in Deutschland auch nur in einer stark gekürzten Fassung in die Händlerregale.

In Bulletstorm geht es um die Ex Militäreinheit “Dead Eco” die jahrelang Anschläge für den fiesen General Serano verübte, bis die Jungs herausgefunden haben, das sie dabei meist Zivilisten, Journalisten oder politische Gegner für Serano ausgeschaltet haben. Grund genug den Schlachtkreuzer von Serano zu rammen und auf dem Planeten Stigia zum Absturz zu bringen. Dort angekommen geht erst einmal alles schief das schief gehen kann. Der Crewarzt muss Ishi mit Roboterteilen zusammenflicken und wir werden von allen Seiten von scheinbar verrückt gewordenen Punks angegriffen die am Ende scheinbar nur uns und Ishi am leben lassen. Unser einziger Lichtblick: Serano hat den Absturz auf dem Planet ebenfalls überlebt. Wir können also nicht nur Rache nehmen, sondern haben auch unser Ticket von dem Planeten runter zu kommen. Die Action kann nun also richtig beginnen. Der Planet Stigia wird bewohnt von völlig durchgeknallten Bikergangs und Mutanten. Das man da keine ruhige Minute bekommt liegt wohl auf der Hand. Das Spiel lockert die eher düstere und brachiale Geschichte zwischendurch aber immer wieder mit schwarzem Humor und Slapstick-Einlagen auf.

Bulletstorm bedient sich verschiedenster cooler Elemente welche das Spiel von anderen deutlich unterscheidet. Das fängt mit Momenten wie der Begegnung mit einem riesigen Saurierroboter an und bezieht sich auch auf die Besonderheiten der Waffen. Da hätten wir die “Energiepeitsche” mit deren Hilfe wir Gegner an uns heranziehen können um sie in Schussreichweite zu bekommen oder sie in tödliche Fallen schleudern. Später ist es dann auch möglich mit einem aufgeladenen Peitschenhieb mehrere Gegner in die Luft zu schleudern. Neben der Shooter Standardbewaffnung bietet Bulletstorm auch etwas exotischere Waffen wie beispielsweise die “Flail-Gun”. Mit deren Hilfe verschiessen wir mit Mienen bestückte Ketten, die sich um die Gliedmaßen unserer Gegner wickeln. Aber auch die vermeintlichen Standardwaffen machen Spass und bieten Abwechslung. Besonders ist zum Beipeil das Scharfschützengewehr, bei dem wir die Kugeln nach dem Abschuss noch steuern können und sogar müssen weil die Gegner jedesmal versuchen auszuweichen. Besonders motivierend bei Bulletstorm ist das Skill-Shoot-System. Jeder Abschuss bringt uns dadurch Punkte ein. Je aufwendiger oder kreativer der Abschuss ist, desto mehr Punkte gibt es dafür. Wenn ein Gegner also via Stiefeltritt in einen Ventilator oder ins Wasser getreten wird, beschwert dies beim ersten Mal 500 und bei jedem weiteren mal 100 Punkte. An überall in der Welt verstreuten Versorgungspunkten haben wir dann die Möglichkeit die erhaltenen Punkte in Waffenupgrades und Munition umzuwandeln.

Bulletstorm basiert auf einer neueren Version der Unreal 3 Engine, welche zwar langsam in die Jahre kommt aber hier noch einmal zeigt das sie eben doch noch nicht ganz zum alten Eisen gehört. Bulletstorm bietet abwechslungsreiche Aussenlevels, ist farbenfroh und präsentiert immer wieder atemberaubende Panoramaansichten. Bis auf einige Kleinigkeiten unterscheiden sich PC und Konsolenversion nicht voneinander. Lediglich die Kantenglättung dürfte bei der PS3 und Xbox 360 Version nicht mit dem PC mithalten können.

Bulletstorm leidet stark unter den gravierenden Schnitten in der deutschen Version. Das Spiel macht jedoch auch in der geschnittenen Version viel Spass da der exzellente Humor, die super Story und die tolle Inszenierung erhalten bleiben. Wenn Du einmal Abwechslung von den altbewährten Shootern haben möchtest und eine coole Story im schicken Gewand suchst, dann könnte Bulletstorm genau Dein Spiel sein. Absolutes Topgame!

WERTUNG: Grafik: 92%, Sound: 93%, Steuerung: 93%, Balance: 89%, Spielspass: 92%, Mehrspieler: 93%, Gesamtwertung: 92%.