Empire – Total War (PC) – Gamescheck

Beherrsche die Weltmeere, dominiere das Festland, erschaffe eine neue Nation und erobere die Welt. Total War fängt das 18. Jahrhundert der Aufklärung in überwältigendem Detail ein. Soviel verspricht zumindest das Cover des Strategiegiganten Empire – Total War. Das bereits etwa vor fast zwei Jahren erschienene Spiel wurde mittlerweile um das Kapitel “Napoleon” erweitert, bei welchem ihr in die Fußstapfen des mächtigen Generals oder einer seiner Rivalen tretet. Das Spiel wurde immer wieder mit Downloadcontent versorgt und glänzt auch jetzt noch mit hervorragender und zeitgemäßer Grafik. Ein Grund mehr für uns, den Titel auch heute noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

Um ein Kapitel aus der Total War Serie spielen zu können benötigt Ihr zwingend einen Account bei Steam. Dieser kann schnell und kostenfrei erstellt werden. Eine Onlineverbindung wird vorausgesetzt. Der Vorteil: Ihr werdet stets mit aktuellen Updates versorgt und verpasst keine News zum Spiel.

Nach dem Spielstart erwartet den Neueinsteiger ein ausgiebiges, detailliertes Tutorial, welches wir jedem Spieler ans Herz legen möchten. Sie komplexe Steuerung und die raffinierten Kampftechniken lassen sich so am besten Schritt für Schritt erlernen. Bereits hier habt Ihr die Wahl zwischen Land- und Seegefechten. Anders als bei Vorgängern des Spiels dürft Ihr Euch diesmal nämlich auch ordentlich nass machen bzw. Euren Gegner baden schicken.

Im eigentlichen Spiel, der Kampagne, übernimmt der Spieler die Kontrolle über eines von 11 Völkern. Das Spiel besteht dabei aus zwei unterschiedlichen Teilen. Auf der Weltkarte kümmert man sich rundenbasierend um Diplomatie, den Ausbau von Städten und Truppenbewegungen. Kommt es zum Kampf, erscheint der andere Teil des Titels – der Kampfbildschirm. hier steuert der Spieler seine Einheiten in Echtzeit über das Gelände, nutzt die Umgebung taktisch und versucht mit sowenig Verlusten wie möglich den Feind in die Flucht zu schlagen. In Empire werden auch zum ersten Mal Seeschlachten in diesem Modus ausgetragen.

Strategen die bislang einen Bogen um die Total War Serie gemacht haben, bietet Empire einen sehr guten Einstieg in die Serie. Die ersten Kampagnen bringen den Spieler behutsam in den Spielfluss und seine Finessen. Die Steuerung geht trotz der genannten Komplexität schnell und gut von der Hand. Sein Volk über die Jahre zu einer Weltmacht zu bringen, ist eine zeitraubende aber sehr erfüllende Aufgabe.

Episch ist, das man im 18. Jahrhundert unterwegs ist und dies mit einer riesiger Armee. Egal ob auf Land oder auf See, der Spieler findet gigantische Kriege vor um seine Macht und Territorien zu vergrössern. Den Spieler erwarten viele Möglichkeiten Konflikte zu bestreiten und seine Position zu beziehen. Man hat das Gefühl mit den Grössten der Weltgeschichte unterwegs zu sein, wie eben Napoleon persönlich. Dadurch ist man nah dran an den tatsächlichen Vorkommnissen in der Geschichte. Diverse Ranggrössen, wie Generäle welche dem Kampf beitreten, erhöhen die Moral der Truppe noch weiter.

Optisch glänzt der Titel. Auf den höchsten Grafikeinstellungen wiegen Bäume und kniehohes Gras im Wind. Die Liebe im Detail der Einheiten wurden in dieser Form noch nicht gesehen. Auf schwächeren Systemen wird die Grafik dann überproportional schlechter. Dann werden schnell berechnete Texturen durch Bitmaps ersetzt, was den Spielspass zwar nur sekundär beeinflusst, aber dennoch nicht mehr schön aussieht. Eine starke Grafikkarte ist also klar empfohlen. Die Zoomfunktion lässt Euch ganz nah am Geschehen teilhaben. Dabei lassen sich die vielen Details erst richtig gut erkennen und im Kampf mitfiebern.

Für Serienveteranen ist Empire mit den innovativen Scharmützeln zur See, der tollen Optik und dem grossen Spielumfang sicher einen Kauf wert. Löblich ist das der Hersteller auch an Neueinsteiger gedacht hat. Die Weltkarte und die Kämpfe sind den Entwicklern im Punkto Tiefgang sehr gut gelungen und animieren zum Experimentieren in der Weltgeschichte. Einziger Wermutstropfen sind die Systemanforderungen für hohe Grafikeinstellungen und das eine epische Partie Empire sehr viel Zeit beansprucht. Kein Spiel also für zwischendurch.

Alles in allem eine Runde Sache. Da das Spiel bereits vergünstigt zu bekommen ist lohnt sich ein Blick für alle Strategiefans unter uns in jedem Fall. In keinem Fall unerwähnt bleiben darf der Online-Modus. Dort bestreitet Ihr fern der Kampagne epische Schlachten unter menschlichen Kontrahenten. Im Mehrspielermodus gilt es also sein Können nicht nur gegen den PC sondern gegen reale Menschen unter Beweis zu stellen.

WERTUNG: Grafik: 90%, Sound: 83%, Steuerung: 84%, Balance: 83%, Spielspass: 85%, Mehrspieler: 88%, Gesamtwertung: 86%.