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[GC26] Into the Dead: Our Darkest Days – Vorschau zum Zombie-Shelter-Survival von PikPok

Mit Into the Dead: Our Darkest Days schlägt die bekannte Zombie-Reihe eine deutlich taktischere und bedrückendere Richtung ein. Statt wie in den bisherigen Mobile-Ablegern möglichst weit durch Zombiehorden zu rennen, übernimmt man diesmal die Verantwortung für eine ganze Gruppe von Überlebenden. Unterschlüpfe müssen ausgebaut, Ressourcen gesammelt und schwierige Entscheidungen getroffen werden, während Walton City langsam vollständig an die Untoten fällt.

Entwickelt wird Into the Dead: Our Darkest Days vom neuseeländischen Studio PikPok. Das Spiel erschien am 9. April 2025 zunächst im Early Access auf Steam. Die vollständige Version 1.0 ist für März 2027 geplant und soll gleichzeitig für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 veröffentlicht werden. Zusätzlich sind Fassungen über den Epic Games Store und GeForce NOW vorgesehen. Die Steam-Version bleibt für das Steam Deck optimiert.

Seit dem Early-Access-Start wurde das Spiel bereits erheblich erweitert. PikPok veröffentlichte zahlreiche größere Updates mit neuen Charakteren, Zombiearten, Fluchtplänen, Waffen, Stadtteilen, Beziehungen und Komfortfunktionen. Bis zur Vollversion sollen weitere Verbesserungen und Inhalte folgen.


Texas im Sommer 1980

Die Handlung spielt im Jahr 1980 in Walton City, einer fiktiven Küstenmetropole in Texas. Die Stadt leidet bereits vor dem Beginn der Katastrophe unter einer schweren Hitzewelle und wirtschaftlichen Problemen. Als eine Zombie-Epidemie die amerikanische Küste erreicht, kollabiert die ohnehin angespannte Lage vollständig.

Die wenigen Überlebenden sind von externer Hilfe abgeschnitten. Behörden und Rettungskräfte können die Stadt nicht mehr kontrollieren, wichtige Versorgungswege brechen zusammen und ganze Stadtviertel werden von Untoten überrannt. Gerüchte über eine sichere Zone außerhalb der Stadt geben den Menschen jedoch einen letzten Hoffnungsschimmer.

Spieler führen eine Gruppe gewöhnlicher Bewohner durch diese Katastrophe. Die Figuren sind keine ausgebildeten Elitesoldaten, sondern Menschen mit unterschiedlichen Berufen, Vorgeschichten, Stärken und Problemen. Einige können gut kämpfen, andere sind wertvoll beim Sammeln, Bauen oder Versorgen der Gruppe.

Gerade dieser menschliche Blickwinkel macht das Szenario interessant. Die Zombie-Apokalypse ist nicht bloß eine Kulisse für Action, sondern eine Belastungsprobe für Menschen, die innerhalb weniger Tage ihr gewohntes Leben verlieren.


Shelter-Survival statt Daueraction

Im Zentrum steht der Aufbau und die Verwaltung eines Unterschlupfs. Dort ruhen sich die Überlebenden aus, stellen Werkzeuge und Waffen her, versorgen Verletzungen und planen ihre nächsten Schritte.

Ein sicherer Ort bleibt jedoch nie dauerhaft sicher. Die Zombiepopulation wächst weiter, während einzelne Teile Walton Citys zunehmend gefährlicher oder vollständig unbewohnbar werden. Barrikaden können beschädigt und Unterschlüpfe überrannt werden. Deshalb muss die Gruppe regelmäßig weiterziehen und neue Zufluchtsorte finden.

Das sorgt für einen starken Unterschied zu klassischen Basenbau-Spielen. Man errichtet keine endgültige Festung, sondern schafft lediglich vorübergehende Sicherheit. Jede Investition in einen Unterschlupf muss deshalb abgewogen werden: Lohnt sich eine weitere Verbesserung noch, oder sollte man die Ressourcen bereits für den nächsten Umzug sparen?

Dieser stetige Druck passt sehr gut zum Zombie-Szenario. Die Gruppe darf sich nie zu sicher fühlen. Selbst ein gut ausgebauter Schutzraum ist nur eine weitere Etappe auf dem Weg aus der Stadt.


Körperliche und psychische Bedürfnisse

Die Überlebenden benötigen Nahrung, Ruhe und medizinische Versorgung. Verletzungen, Hunger und Erschöpfung reduzieren ihre Leistungsfähigkeit und können Expeditionen erheblich erschweren. Gleichzeitig muss auch ihr psychischer Zustand berücksichtigt werden.

Angst, Verzweiflung, Misstrauen und traumatische Erlebnisse setzen den Figuren zu. Wenn die Gruppe ständig hungert, Menschen verliert oder gefährliche Entscheidungen treffen muss, verschlechtert sich ihre Moral. Daraus können Konflikte und weitere Probleme entstehen.

Das macht die Überlebenden zu mehr als austauschbaren Spielfiguren. Ein erfahrener Plünderer kann durch eine schwere Verletzung plötzlich ausfallen. Eine körperlich schwächere Person ist vielleicht besonders wertvoll, weil sie die Moral der Gruppe stabilisiert oder eine enge Beziehung zu einem anderen Mitglied besitzt.

Im Verlauf der Early-Access-Entwicklung wurden auch Beziehungen zwischen den Figuren erweitert. Dadurch können Freundschaften, persönliche Bindungen und Konflikte entstehen. Der Verlust eines Gruppenmitglieds wirkt sich somit nicht nur auf freie Arbeitsplätze aus, sondern kann andere Überlebende emotional belasten.


Expeditionen durch Walton City

Um langfristig zu überleben, muss die Gruppe ihren Unterschlupf regelmäßig verlassen. Auf Expeditionen durchsuchen einzelne Charaktere Häuser, Geschäfte, Lager und andere Orte nach Nahrung, Medikamenten, Baumaterialien und Waffen.

Diese Ausflüge werden als seitlich dargestellte 2,5D-Abschnitte gespielt. Spieler bewegen den jeweiligen Überlebenden direkt durch die Umgebung, öffnen Türen, durchsuchen Behälter und achten auf mögliche Gefahren.

Jede Expedition ist ein Risiko. Ein Charakter kann wertvolle Ressourcen finden, aber auch verletzt, infiziert oder getötet werden. Da Tod dauerhaft ist, kann ein einziger Fehler den gesamten weiteren Verlauf verändern.

Auch die Tragfähigkeit ist begrenzt. Spieler müssen deshalb entscheiden, welche Gegenstände wirklich wichtig sind. Nahrung hält die Gruppe kurzfristig am Leben, Baustoffe verbessern den Unterschlupf und Medikamente können später entscheidend werden. Oft wird man nicht alles mitnehmen können.


Schleichen ist meist besser als Kämpfen

Offene Auseinandersetzungen sind gefährlich. Nahkampfwaffen nutzen sich ab, Schusswaffen und Munition sind selten, und jeder laute Kampf kann weitere Zombies anlocken. Deshalb ist heimliches Vorgehen häufig die beste Lösung.

Überlebende können sich vorsichtig durch Räume bewegen, Gegner umgehen und einzelne Zombies lautlos ausschalten. Dabei zählen Beobachtung und Geduld mehr als schnelle Reflexe. Wer unvorsichtig eine Tür öffnet oder einen Gegner übersieht, kann eine ganze Gruppe Untoter alarmieren.

Kämpfe lassen sich dennoch nicht vollständig vermeiden. Unterschiedliche Waffen bieten verschiedene Angriffsreichweiten und Risiken. Ein gut geführter Nahkampfangriff kann Munition sparen, bringt die Figur aber gefährlich nahe an den Gegner. Schusswaffen sind wirkungsvoll, erzeugen jedoch Lärm und verbrauchen äußerst wertvolle Patronen.

Die besten Entscheidungen hängen daher von der jeweiligen Figur und Situation ab. Ein kampferfahrener Überlebender kann einen gefährlichen Raum vielleicht säubern. Für einen erschöpften oder verletzten Charakter ist Flucht dagegen häufig die vernünftigere Wahl.


Nicht nur Zombies sind eine Gefahr

Walton City wird nicht ausschließlich von Untoten bewohnt. Andere Überlebende kämpfen ebenfalls um die immer knapper werdenden Ressourcen. Manche können sich der eigenen Gruppe anschließen, andere reagieren misstrauisch oder feindselig.

Spieler entscheiden, wie sie mit diesen Menschen umgehen. Man kann helfen, handeln, überzeugen oder versuchen, neue Mitglieder zu gewinnen. Ebenso besteht die Möglichkeit, andere zu täuschen, auszurauben oder zu töten und ihre Vorräte an sich zu nehmen.

Das Spiel bewertet solche Entscheidungen nicht nur wirtschaftlich. Wer eine hilflose Person ausschaltet, erhält vielleicht dringend benötigte Nahrung, belastet damit aber möglicherweise die Moral oder Beziehungen innerhalb der Gruppe. Umgekehrt verbraucht ein neues Mitglied zusätzliche Vorräte und Schlafplätze, kann langfristig jedoch wertvolle Fähigkeiten mitbringen.

Dadurch entsteht ein moralischer Druck, der gut zur düsteren Grundstimmung passt. Es gibt nicht immer eine eindeutig richtige Lösung. Manchmal muss zwischen Menschlichkeit und dem Überleben der eigenen Gruppe abgewogen werden.


Unterschiedliche Fluchtpläne

Das langfristige Ziel besteht darin, Walton City zu verlassen. Dafür stehen verschiedene Escape Plans zur Verfügung. Diese Fluchtpläne verlangen unterschiedliche Vorbereitungen, Ressourcen und Entscheidungen.

Ein erfolgreicher Durchlauf besteht deshalb nicht nur darin, möglichst viele Tage zu überleben. Spieler müssen aktiv auf eine Fluchtmöglichkeit hinarbeiten. Wer ausschließlich den aktuellen Unterschlupf verbessert, kann zwar kurzfristig sicherer leben, verliert aber wertvolle Zeit.

Die verschiedenen Fluchtpläne erhöhen den Wiederspielwert. Ein neuer Durchlauf kann mit anderen Figuren, einer anderen Unterkunft oder einem völlig anderen Fluchtziel begonnen werden. Auch der Zustand der Stadt und die gefundenen Ressourcen verändern sich.

PikPok hat im Verlauf des Early Access weitere Pläne und Charaktere ergänzt. Dadurch besteht inzwischen mehr Freiheit darin, wie die eigene Gruppe auf die Katastrophe reagiert und welchen Weg sie aus Walton City einschlägt.


Dynamische Stadt und steigender Druck

Walton City verändert sich im laufenden Spiel. Je länger die Gruppe bleibt, desto stärker breitet sich die Zombiebedrohung aus. Bestimmte Gebiete werden gefährlicher, während andere möglicherweise gar nicht mehr sicher betreten werden können.

Dadurch entsteht ein stetiger Zeitdruck, ohne dass unbedingt eine sichtbare Uhr herunterzählt. Wer zu vorsichtig spielt und zu lange an einem Ort bleibt, riskiert, dass wichtige Ressourcenquellen verloren gehen oder der nächste Weg blockiert wird.

Gleichzeitig kann überhastetes Vorgehen genauso gefährlich sein. Schlecht vorbereitete Expeditionen kosten Überlebende, und ein übereilter Umzug in einen unzureichenden Unterschlupf kann die gesamte Gruppe gefährden.

Der Spielablauf lebt somit von der Balance zwischen Vorbereitung und Bewegung. Man muss ausreichend sammeln und bauen, darf sich aber nie dauerhaft einrichten. Das Motto lautet sinngemäß: planen, zusammenhalten und vor allem in Bewegung bleiben.


Early Access als lange Entwicklungsphase

Seit April 2025 wurde Into the Dead: Our Darkest Days durch zahlreiche große Updates erweitert. PikPok nennt unter anderem neue Zombievarianten, zusätzliche Start- und rekrutierbare Charaktere, weitere Fluchtpläne, überarbeitete Kampfsysteme, neue Waffen, Missionen und Stadtteile.

Hinzu kamen Beziehungen zwischen Überlebenden, mehrere Speicherstände, Einstellungen für Schwierigkeit und Inhalte sowie zahlreiche technische Verbesserungen. Bis zum Start der Version 1.0 sollen weitere Punkte der Entwicklungsroadmap umgesetzt werden. Auch Erfolge sind für die vollständige Version vorgesehen.

Der geplante Abschluss im März 2027 gibt dem Studio noch mehrere Monate, um die Balance und technische Stabilität zu verbessern. Gerade bei einem Spiel mit dauerhaftem Tod, Ressourcenknappheit und langen Durchläufen sind zuverlässige Speicherstände und faire Systeme besonders wichtig.

Die Konsolenfassungen erscheinen nach aktuellem Stand direkt mit der Vollversion. Spieler auf PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 erhalten somit nicht die ursprüngliche Early-Access-Fassung, sondern den über Jahre erweiterten Stand.


1980er-Horror statt moderner Endzeit

Optisch und atmosphärisch orientiert sich das Spiel stark an amerikanischen Horrorfilmen und der Kultur der frühen 1980er-Jahre. Walton City wirkt nicht wie eine moderne Metropole, sondern wie eine Stadt in wirtschaftlichem Niedergang, geprägt von Hitze, alter Architektur und sozialer Unsicherheit.

Die seitliche 2,5D-Perspektive schafft eine interessante Mischung aus Übersicht und Beklemmung. Spieler sehen einen Teil der Umgebung, wissen aber selten genau, was sich hinter der nächsten Tür oder außerhalb des Bildausschnitts befindet.

Licht und Schatten spielen dabei eine wichtige Rolle. Dunkle Innenräume müssen vorsichtig erkundet werden, während Lichtquellen die Aufmerksamkeit auf bestimmte Bereiche lenken. Die realistische Beleuchtung verstärkt die Spannung, ohne dass das Spiel auf eine vollständig dreidimensionale Actionkamera angewiesen ist.

Auch das Sounddesign dürfte einen großen Teil der Atmosphäre tragen. Schritte, entfernte Geräusche und das Stöhnen von Zombies können frühzeitig vor Gefahr warnen. Gleichzeitig kann jedes laute Geräusch weitere Gegner anziehen.


Vergleich mit anderen Survival-Spielen

Das Konzept erinnert stellenweise an This War of Mine, da ebenfalls eine Gruppe gewöhnlicher Menschen einen Unterschlupf verwaltet und auf gefährlichen Expeditionen Ressourcen sammelt. Die direkte Steuerung während der Erkundung und der stärker ausgeprägte Zombie-Fokus schaffen jedoch eine eigene Identität.

Auch Elemente von State of Decay sind erkennbar: wechselnde Überlebende, permanente Verluste, Gruppenbedürfnisse und die Notwendigkeit, immer neue Zufluchtsorte zu nutzen. Die seitliche Darstellung und der zurückhaltendere Umfang unterscheiden Our Darkest Days aber deutlich von einer offenen 3D-Welt.

Besonders stark ist die Verbindung aus Shelter-Management und direkt gespielten Expeditionen. Entscheidungen im Unterschlupf beeinflussen, wer gut vorbereitet hinausgeht. Was draußen geschieht, entscheidet wiederum darüber, ob die Gruppe am folgenden Tag noch Nahrung, Medikamente und Hoffnung besitzt.


Was Into the Dead: Our Darkest Days besonders macht

Der größte Reiz liegt in der ständigen Unsicherheit. Kein Unterschlupf ist dauerhaft sicher, keine Figur unersetzlich und keine Expedition vollkommen planbar. Selbst eine starke Gruppe kann durch Hunger, Verletzungen oder eine einzige unvorsichtige Entscheidung auseinanderbrechen.

Zugleich erzählt das Spiel keine Geschichte über unbesiegbare Helden. Die Überlebenden sind gewöhnliche Menschen, die sich an eine unmögliche Situation anpassen müssen. Ihre unterschiedlichen Stärken und Beziehungen machen jeden Verlust bedeutsam.

Auch die 1980er-Jahre geben dem Titel eine eigene Atmosphäre. Der Verzicht auf moderne Kommunikation, digitale Hilfsmittel und hochentwickelte Ausrüstung verstärkt das Gefühl der Isolation. In Walton City gibt es keine schnelle Rettung, keine verlässlichen Informationen und kaum funktionierende Infrastruktur.


Fazit

Into the Dead: Our Darkest Days ist eine interessante Neuausrichtung der bekannten Zombie-Reihe. Statt endloser Lauf-Action erwartet uns ein anspruchsvolles Shelter-Survival-Spiel, in dem Ressourcen, Beziehungen und schwierige Entscheidungen über das Schicksal einer ganzen Gruppe bestimmen.

Besonders überzeugend wirkt der Zwang, ständig weiterzuziehen. Kein Unterschlupf bietet dauerhafte Sicherheit, während sich die Zombiehorden immer weiter ausbreiten. Dadurch bleibt der Druck selbst dann bestehen, wenn die Gruppe gut ausgerüstet und versorgt ist.

Die Mischung aus Basisverwaltung, psychischen Bedürfnissen, direkter Erkundung und dauerhaftem Tod verspricht abwechslungsreiche Durchläufe. Gleichzeitig sorgt das texanische 1980er-Setting für eine dichte, unverwechselbare Horroratmosphäre.

Bis zur Vollversion im März 2027 bleibt noch Zeit für zusätzliche Inhalte und technische Verbesserungen. Sollte PikPok die bisherigen Systeme erfolgreich ausbalancieren und die unterschiedlichen Fluchtpläne sinnvoll ausbauen, könnte Into the Dead: Our Darkest Days zu einem starken Survival-Titel für Spieler werden, die Zombie-Horror lieber taktisch und menschlich als als reine Schießbude erleben möchten.