[GC26] DroneTanks – Vorschau zum fliegenden Panzer-Roguelite von Ludum Elite
Mit DroneTanks zeigt das belgische Indie-Studio Ludum Elite, dass ein Panzer nicht zwingend langsam, schwerfällig und bodengebunden sein muss. Statt klassischer Kettenfahrzeug-Action setzt das Spiel auf einen fliegenden, superkräftigen Kampfpanzer, der durch Arenen rast, Gegner aus der Luft schlägt und sich mit immer neuen Fähigkeiten durch Horden feindlicher Drohnen kämpft.
Entwickelt wird DroneTanks von Ludum Elite. Der Titel ist aktuell für PC angekündigt und soll erstmals auf der gamescom 2026 öffentlich spielbar sein. Dabei handelt es sich um das erste eigene Projekt des Studios, das sonst auch in Bereichen wie Unreal Engine, VFX, Technical Art, Animation und Real-Time-Produktion tätig ist.
Spielerisch ist DroneTanks ein schnelles 3D-Action-Roguelite mit Arena-Kämpfen, Skilltrees, Buildcrafting und starkem Fokus auf Bewegung. Der erste Eindruck: Das Spiel nimmt die Grundidee eines Panzers, wirft fast alle klassischen Erwartungen über Bord und macht daraus einen agilen Mech-Action-Helden mit Hammer, Uppercuts und starkem Musikgefühl.
Kein normaler Panzer
Der größte Haken von DroneTanks ist sofort klar: Der eigene Panzer verhält sich nicht wie ein normaler Panzer. Er fährt nicht langsam über das Schlachtfeld und feuert träge Kanonen ab. Stattdessen fliegt, schlägt, springt und donnert er durch gegnerische Drohnenschwärme.
Ludum Elite beschreibt den Heldenpanzer als beweglich und weit entfernt von typischen Panzerklischees. Er kann durch Gefahr gleiten, mit einem Hammer zuschlagen und starke Kombos ausführen. Damit geht DroneTanks eher in Richtung Arena-Action als in Richtung klassisches Fahrzeugspiel.
Das ist ein cleverer Ansatz, denn Panzer werden in Spielen oft sehr ähnlich inszeniert: schwer, langsam, wuchtig. DroneTanks behält die Wucht, aber kombiniert sie mit Tempo und Beweglichkeit. Dadurch bekommt das Spiel sofort eine eigene Identität.
Roguelite-Kämpfe gegen Drohnenhorden
Im Kern geht es darum, Wellen von feindlichen Drohnen und Battlebots zu überstehen. Jede Runde bringt neue Gegner, neue Upgrades und neue Möglichkeiten, den eigenen Tank stärker zu machen. Als Roguelite lebt DroneTanks von wiederholbaren Runs, bei denen man Fähigkeiten kombiniert und nach und nach immer mächtigere Builds erschafft.
Besonders spannend ist das Buildcrafting. Spieler sollen Fähigkeiten frei kombinieren, verzweigte Skilltrees nutzen und ihren Panzer mit Modulen ausstatten, die von besiegten Gegnern fallen gelassen werden. Dadurch können sich Runs stark voneinander unterscheiden. Mal entsteht vielleicht ein schneller Nahkampf-Build, mal ein defensiver Tank, mal ein völlig überdrehtes Schadensmonster.
Ludum Elite betont, dass keine zwei Durchläufe gleich sein sollen. Genau das ist für ein Roguelite entscheidend. Wenn Upgrades wirklich spürbare Unterschiede erzeugen und verschiedene Spielweisen ermöglichen, kann DroneTanks langfristig motivieren.
Rhythmus als Kampfmechanik
Ein besonders interessanter Punkt ist die Verbindung zwischen Musik und Gameplay. In Bosskämpfen wie dem Disco Boss soll die Musik direkt Einfluss auf Bewegungsmuster und Angriffe des Gegners haben. Spieler müssen also nicht nur ausweichen und kontern, sondern auch ein Gefühl für den Rhythmus des Kampfes entwickeln.
Das könnte DroneTanks deutlich von anderen Arena-Roguelites abheben. Viele Actionspiele nutzen Musik nur als Stimmungsträger. Hier wird sie Teil der Mechanik. Wenn Gegner im Takt angreifen und Spieler ihre Bewegungen darauf abstimmen müssen, entsteht ein ganz eigener Flow.
Gerade bei schnellen Arena-Kämpfen kann so ein System sehr stark sein. Es verbindet Reaktion, Timing und Sounddesign zu einem Kampfgefühl, das hoffentlich weniger beliebig wirkt als reine Projektil- und Effektflut.
Die Gemlings und die Welt unter der Erde
Die Story von DroneTanks klingt bewusst ungewöhnlich. Der eigene mechanische Held erwacht ohne Erinnerung daran, was er ist oder warum er gebaut wurde. Unter der Erde findet er eine feindliche Welt voller Drohnengegner vor und muss nach und nach die Wahrheit über diesen Ort herausfinden.
Ein zentrales Ziel ist die Rettung der Gemlings. Diese niedlichen Wesen wurden offenbar von Sicherheitsrobotern gefangen genommen, die ursprünglich zu ihrem Schutz gebaut wurden. Der Kontrast ist typisch Indie-absurd: ein massiver fliegender Kampfpanzer rettet kleine, knuffige Kreaturen aus einer kaputten Maschinenwelt.
Die Welt selbst besteht aus verschiedenen Biomen. Genannt werden unter anderem Mines, Stronghold, Canyon, Wrecked Skies, Containment Sector, Excavation Site, Battle Pit und The Forge. Das klingt nach genug visueller Abwechslung, um die Runs nicht nur mechanisch, sondern auch atmosphärisch unterschiedlich wirken zu lassen.
gamescom 2026: Erste spielbare Demo
Ein großer Schritt für DroneTanks ist die erste öffentlich spielbare Version auf der gamescom 2026 in Köln. Besucher sollen das Spiel am Home of Indies-Stand in Halle 10.2 ausprobieren können.
Die Demo enthält laut Ankündigung ein Kampagnen-Tutorial, das in einem verlassenen Fabrikbunker beginnt und die Kernmechaniken Schritt für Schritt erklärt. Außerdem sollen drei unterschiedliche Umgebungen enthalten sein. Spieler können erste Skilltree-Zweige ausprobieren, Upgrades im Shop kaufen und Module nutzen, die von Gegnern fallen gelassen werden.
Das klingt nach einer guten Demo-Struktur. Anfänger bekommen erst die Grundlagen, danach zeigt das Spiel direkt, worum es eigentlich geht: schnelle Kämpfe, Build-Entscheidungen, Upgrades und erstes Gefühl für die Vielfalt der Welt.
Look: Low-Poly mit Persönlichkeit
Optisch setzt DroneTanks auf einen stilisierten, cartoonhaften Low-Poly-Look. Das passt gut zum schnellen Gameplay. Statt ultrarealistischer Panzer und graubrauner Militärästhetik gibt es einen klaren, farbigen Stil mit viel Persönlichkeit.
Besonders wichtig ist der eigene Tank. Ludum Elite beschreibt ihn nicht nur als Maschine, sondern als Figur mit Ausdruck. Durch Animationen, Bewegungen und wuchtige Angriffe soll der Held Persönlichkeit bekommen. Das ist bei einem Spiel ohne klassischen menschlichen Protagonisten wichtig. Wenn der Tank sich gut anfühlt und sympathisch wirkt, trägt er das gesamte Spiel.
Auch die Mischung aus niedlichen Gemlings, feindlichen Drohnen und stylisierten Biomen könnte visuell gut funktionieren. Gerade weil das Spiel schnell ist, muss die Grafik vor allem lesbar bleiben. Gegner, Angriffe, Upgrades und Hindernisse dürfen im Effektgewitter nicht untergehen.
Was DroneTanks besonders macht
Der größte Reiz liegt in der ungewöhnlichen Kombination. DroneTanks nimmt Panzer-Action, Roguelite-Progression, Arena-Kämpfe, Musikmechaniken und eine niedlich-schräge Rettungsmission und packt alles in ein schnelles 3D-Spiel.
Besonders stark ist die Idee, einen Panzer wie einen Actionhelden zu inszenieren. Fliegen, Uppercuts, Hammer-Slams und superkräftige Angriffe machen sofort mehr her als klassische Fahrzeugkämpfe. Dazu kommt die musikalische Bossmechanik, die dem Spiel hoffentlich einen eigenen Rhythmus gibt.
Auch das Buildcrafting klingt vielversprechend. Wenn Skilltrees, Module und Fähigkeiten genug Synergien bieten, könnte DroneTanks genau dieses Roguelite-Gefühl erzeugen: Noch ein Run, noch ein anderer Build, noch eine stärkere Kombination.
Fazit
DroneTanks ist ein spannendes Debütprojekt von Ludum Elite. Der Titel wirkt wie ein frischer Mix aus Arena-Action, Roguelite-Fortschritt und absurd überdrehter Panzerfantasie. Statt schwerfälliger Militärsimulation gibt es einen fliegenden Heldentank, der Drohnen aus der Luft prügelt, Gemlings rettet und sich mit jedem Run neu erfindet.
Besonders interessant sind die schnellen Kämpfe, das freie Kombinieren von Fähigkeiten, die musikalisch gesteuerten Bossmechaniken und der auffällige Low-Poly-Stil. Noch muss sich zeigen, wie tief das Buildsystem wirklich wird und wie lange die Arenen motivieren. Doch die bisherigen Informationen machen neugierig.
Wenn Ludum Elite die Mischung aus Tempo, Wucht, Rhythmus und Roguelite-Progression sauber trifft, könnte DroneTanks ein richtig charmanter Geheimtipp für Fans schneller Indie-Action werden.