[GC26] Escape Academy 2: Back 2 School – Vorschau zur offenen Rätsel-Uni
Mit Escape Academy 2: Back 2 School geht es zurück an eine der ungewöhnlichsten Bildungseinrichtungen der Spielewelt. Statt Mathe, Bio und langweiligen Gruppenarbeiten stehen hier tödliche Fallen, verschachtelte Rätselräume, geheime Gänge und Prüfungen auf dem Stundenplan, bei denen man besser nicht durchfällt. Coin Crew Games knüpft an den Überraschungserfolg des ersten Teils an, will sich diesmal aber nicht nur mit einer Sammlung cleverer Escape Rooms zufriedengeben.
Entwickelt wird Escape Academy 2: Back 2 School erneut von Coin Crew Games, veröffentlicht wird das Spiel von iam8bit Presents. Geplant ist der Titel derzeit für September 2026 auf PC via Steam. Eine spielbare Demo ist bereits verfügbar. Wie schon der Vorgänger kann auch der zweite Teil allein oder im Koop gespielt werden.
Der große neue Ansatz: Escape Academy 2 will das Konzept des digitalen Escape Rooms in eine offene Campus-Struktur übertragen. Statt nur von einem abgeschlossenen Rätselraum zum nächsten zu springen, erkundet man diesmal eine größere Akademie, spricht mit Figuren, entdeckt Geheimnisse und löst auch außerhalb klassischer Räume kleine Puzzle-Aufgaben.
Zurück an die Akademie
Die Grundidee bleibt herrlich direkt: Die Escape Academy bildet die besten Escapists der Welt aus. Wer hier studiert, lernt nicht bloß Schlösser zu knacken oder Codes zu entschlüsseln, sondern überlebt Prüfungen, bei denen die Schule offenbar nur sehr locker mit Sicherheitsvorschriften umgeht.
Escape Academy 2: Back 2 School führt neue und alte Spieler auf einen komplett neuen Campus. Dort warten lebensgefährliche Rätselräume, versteckte Wege, geheime Bereiche und eine Verschwörung, die so alt sein soll wie die Schule selbst. Das klingt genau nach der richtigen Mischung aus albernem Schulhumor und ernsthafter Rätselspannung.
Der Vorgänger hatte bereits einen starken Ton: sympathisch, ein bisschen überdreht, aber trotzdem sehr clever im Puzzle-Design. Der zweite Teil scheint genau diesen Stil weiterzuführen, nur mit deutlich mehr Raum zum Erkunden. Die Akademie soll diesmal nicht nur Kulisse oder Menükarte sein, sondern ein echter Ort, an dem man sich zwischen den Prüfungen frei bewegen kann.
Story: Schulalltag mit Verschwörung
Die Handlung dreht sich um eine neue Kampagne an der Escape Academy. Im Mittelpunkt steht eine große Verschwörung, die tief mit der Geschichte der Schule und ihren Gründern verbunden ist. Viel mehr sollte man vorab vermutlich gar nicht wissen, denn bei einem Rätselspiel lebt ein großer Teil des Reizes davon, Hinweise selbst zu entdecken.
Interessant ist aber, dass Escape Academy 2 offenbar stärker auf das Leben an der Schule setzen will. Die Entwickler haben beschrieben, dass der erste Teil eher „Escape“ als „Academy“ war. Der Nachfolger soll deutlich mehr vom Akademiegefühl einfangen. Das heißt: mehr Campus, mehr Figuren, mehr kleine Nebenmomente und mehr Gelegenheit, sich wirklich wie ein Schüler dieser absurden Rätselinstitution zu fühlen.
Das ist eine sinnvolle Weiterentwicklung. Der erste Teil funktionierte wunderbar als Reihe abgeschlossener Escape Rooms, aber die Welt selbst hatte noch Luft nach oben. Wenn der zweite Teil jetzt die Akademie als lebendigen, geheimnisvollen Ort ausbaut, könnte die Geschichte deutlich stärker tragen.
Gameplay: Escape Rooms bleiben das Herzstück
Trotz offenerer Struktur bleibt der Kern natürlich das Rätseln. Escape Academy 2: Back 2 School setzt wieder auf handgebaute Escape Rooms, die von erfahrenen Puzzle-Designern entworfen werden. Spieler müssen Hinweise lesen, Codes knacken, Gegenstände kombinieren, Mechanismen verstehen und unter Druck die richtige Lösung finden.
Der Reiz solcher Spiele liegt darin, dass die Rätsel weder zu offensichtlich noch zu verkopft sein dürfen. Der erste Teil traf diese Balance oft ziemlich gut: Man fühlte sich clever, wenn ein Rätsel aufging, ohne direkt das Gefühl zu haben, von komplett unfairen Logiksprüngen ausgebremst zu werden. Genau daran muss der Nachfolger anknüpfen.
Neu ist, dass die Akademie selbst stärker zur Rätselwelt wird. Der Campus ist nicht nur ein Ort, über den man von Raum zu Raum läuft. Er soll selbst Geheimnisse, Fallen, versteckte Wege und kleinere Aufgaben enthalten. Das kann dem Spiel mehr Rhythmus geben: große Escape-Room-Prüfungen wechseln sich mit Erkundung, Nebenrätseln und Gesprächen ab.
Gerade diese Campus-Struktur könnte dafür sorgen, dass Escape Academy 2 weniger linear wirkt. Wer möchte, erkundet zwischen den Unterrichtseinheiten vielleicht versteckte Ecken, hilft anderen Schülern oder sucht nach Geheimnissen, statt direkt zur nächsten Prüfung zu sprinten.
Koop: Gemeinsam knobeln, gemeinsam scheitern
Einer der stärksten Punkte des ersten Teils war der Koop-Modus. Escape Academy 2 führt diesen Ansatz weiter und kann komplett allein oder zusammen gespielt werden. Unterstützt werden Online-Koop und lokaler Splitscreen.
Das passt perfekt zum Genre. Escape Rooms leben in der echten Welt stark davon, dass mehrere Leute gleichzeitig Hinweise entdecken, wild Theorien austauschen und sich gegenseitig auf Ideen bringen. Genau dieses Gefühl kann ein gutes Koop-Rätselspiel wunderbar einfangen. Einer untersucht ein Bücherregal, der andere entdeckt eine seltsame Maschine, und plötzlich ergibt beides zusammen Sinn.
Wichtig ist dabei, dass Rätsel nicht nur auf „einer liest, einer wartet“ hinauslaufen. Der Nachfolger muss Aufgaben bieten, bei denen Zusammenarbeit wirklich Spaß macht. Wenn zwei Spieler parallel Dinge tun, Informationen austauschen und gemeinsam Aha-Momente erleben, kann Escape Academy 2 wieder ein großartiges Koop-Spiel werden.
Solo muss das Ganze natürlich ebenfalls funktionieren. Der erste Teil war auch allein gut spielbar, aber im Koop entfaltete sich eine besondere Dynamik. Beim zweiten Teil dürfte es ähnlich sein: Allein kann man konzentriert knobeln, zu zweit wird es kommunikativer, chaotischer und wahrscheinlich deutlich lustiger.
Was sich gegenüber dem ersten Teil ändert
Der größte Unterschied ist klar die offene Campus-Welt. Im ersten Escape Academy wählte man seine nächsten Prüfungen eher klassisch an und konzentrierte sich stark auf einzelne Räume. Im zweiten Teil soll die Schule selbst zum großen Puzzle werden.
Das klingt nach einem echten Evolutionsschritt. Die Entwickler sprechen davon, näher an ein Verhältnis von „50 Prozent Escape“ und „50 Prozent Academy“ heranzukommen. Heißt: Rätselräume bleiben wichtig, aber der Alltag auf dem Campus, die Figuren und die Umgebung bekommen mehr Gewicht.
Auch der Umfang scheint deutlich zu wachsen. In einem Interview wurde erwähnt, dass der erste Teil ungefähr vier Stunden dauern konnte, während der Nachfolger eher in Richtung 15 Stunden gehen soll. Das wäre ein deutlicher Sprung und würde gut zur offenen Struktur passen.
Neu sind außerdem mehr Bewegungs- und Erkundungselemente. Devlogs erwähnen unter anderem Ziplines, und Eindrücke aus Vorschauen sprechen von mehr Plattforming, versteckten Bereichen und kleinen Umgebungsrätseln. Escape Academy 2 will also nicht nur mehr Räume bieten, sondern auch mehr Spielgefühl zwischen den eigentlichen Escape-Room-Herausforderungen.
Grafik: Bunter Campus statt grauer Rätselkiste
Optisch bleibt die Reihe ihrem stilisierten Look treu. Escape Academy 2: Back 2 School wirkt farbenfroh, übersichtlich und angenehm cartoonhaft, ohne zu kindlich zu erscheinen. Das passt gut zum Ton des Spiels, der zwischen gefährlicher Prüfung und augenzwinkerndem Schulabenteuer pendelt.
Der neue Campus dürfte visuell deutlich mehr Abwechslung bieten als eine reine Abfolge geschlossener Räume. Innenhöfe, Klassenzimmer, geheime Tunnel, Türme, Fallenräume und Aufenthaltsbereiche können dafür sorgen, dass die Akademie stärker als zusammenhängender Ort wirkt.
Bei einem Rätselspiel ist Lesbarkeit besonders wichtig. Hinweise, Gegenstände und Mechanismen müssen auffallen, ohne sofort die Lösung zu verraten. Wenn die offene Welt größer wird, steigt auch die Herausforderung, Spieler nicht zu verlieren. Gute Umgebungsführung, klare visuelle Hinweise und ein angenehmes Interface werden deshalb entscheidend sein.
Sound: Schulchaos, Rätselspannung und Aha-Momente
Zum Soundtrack sind bislang keine allzu detaillierten Informationen bekannt, aber die Reihe braucht vor allem eine gute Mischung aus entspannter Campus-Atmosphäre und spannungsvollen Escape-Room-Momenten. Musik darf beim Grübeln nicht nerven, muss aber genug Stimmung erzeugen, wenn ein Timer läuft oder eine Falle aktiv ist.
Soundeffekte sind ebenfalls wichtig. Klickende Schlösser, einrastende Mechanismen, summende Maschinen, Alarmgeräusche und kleine Bestätigungstöne tragen viel dazu bei, dass sich Rätsel befriedigend anfühlen. Gerade gute Audio-Rückmeldungen machen den Unterschied zwischen „Ich habe irgendwas ausgelöst“ und „Aha, das war richtig“.
Im Koop helfen klare Sounds außerdem dabei, dass beide Spieler verstehen, was gerade passiert. Wenn ein Partner am anderen Ende des Raums einen Mechanismus aktiviert, sollte man das hören und einordnen können.
Fazit
Escape Academy 2: Back 2 School klingt nach genau der richtigen Fortsetzung. Der erste Teil hatte bereits eine starke Idee, clevere Rätsel und einen tollen Koop-Fokus. Der Nachfolger erweitert dieses Fundament nun um eine offene Campus-Welt, mehr Erkundung, mehr Schulalltag und offenbar deutlich mehr Umfang.
Besonders spannend ist der Schritt vom reinen Escape-Room-Spiel zur offenen Rätselakademie. Wenn Coin Crew Games es schafft, die Qualität der handgebauten Räume beizubehalten und gleichzeitig den Campus sinnvoll mit Geheimnissen, Nebenrätseln und Figuren zu füllen, könnte Escape Academy 2 ein großer Sprung nach vorn werden.
Noch bleibt abzuwarten, wie gut die offene Struktur im fertigen Spiel funktioniert. Mehr Freiheit ist schön, kann aber bei Rätselspielen auch schnell unübersichtlich werden. Doch die bisherigen Informationen machen einen sehr positiven Eindruck. Für Fans des ersten Teils, Koop-Knobler und alle, die digitale Escape Rooms mögen, dürfte Escape Academy 2: Back 2 School einer der spannendsten Puzzle-Titel des Jahres 2026 werden.