[GC26] Honkai: Nexus Anima – Vorschau zum neuen Kreaturen-Abenteuer von HoYoverse
HoYoverse hat mit Honkai: Nexus Anima ein neues Projekt in Arbeit, das sich deutlich von den bisherigen großen Namen des Studios abhebt. Nach Action-RPGs, Open-World-Abenteuern und rundenbasierten Sci-Fi-Kämpfen geht es diesmal in Richtung Creature-Collecting, Abenteuerstrategie und Bindung zu geheimnisvollen Wesen. Oder einfacher gesagt: Statt nur mit einem festen Heldenteam loszuziehen, stehen diesmal die sogenannten Anima im Mittelpunkt.
Entwickelt und veröffentlicht wird Honkai: Nexus Anima von HoYoverse. Ein finaler Veröffentlichungstermin wurde bislang nicht genannt. Aktuell befindet sich das Spiel noch in Entwicklung und war zuletzt über Testphasen wie den Evolutionstest spielbar beziehungsweise zur Teilnahme ausgeschrieben. Als Plattformen werden derzeit vor allem PC, iOS und Android genannt. Da sich das Projekt noch in einer frühen Phase befindet, können sich Details bis zum Release allerdings noch ändern.
Spannend ist vor allem, dass Honkai: Nexus Anima zwar den bekannten Honkai-Namen trägt, aber spielerisch eine neue Richtung einschlägt. Es wirkt weniger wie ein direkter Nachfolger zu Honkai Impact 3rd oder Honkai: Star Rail, sondern eher wie ein eigenständiger Ableger innerhalb des größeren Honkai-Kosmos.
Eine neue Welt voller Anima
Die Grundidee von Honkai: Nexus Anima dreht sich um die Verbindung zwischen Menschen und geheimnisvollen Kreaturen. Diese Wesen heißen Anima und sind nicht nur Begleiter, sondern ein zentraler Bestandteil der Welt, der Kämpfe und der Erkundung.
HoYoverse beschreibt das Spiel als Abenteuerstrategiespiel mit Anima-Aufzucht. Spieler sollen in einer neuen Welt tiefe Bindungen zu diesen Wesen aufbauen, an sogenannten Nexus-Duellen teilnehmen und dabei eine Wahrheit aufdecken, die mit der eigenen Vergangenheit verbunden ist. Das klingt nach einer Mischung aus Sammelspiel, taktischer Teamzusammenstellung und klassischem HoYoverse-Mystery.
Die Welt selbst scheint stärker auf Konzepte, Ebenen und abstrakte Mächte aufgebaut zu sein. Auf der offiziellen Website ist von Novarchen die Rede, die jeweils über eine der 81 Ebenen herrschen. Dazu kommen sogenannte Aspekte, die offenbar eine wichtige Rolle für die Struktur dieser Welt und die Einordnung der Anima spielen. Das klingt typisch HoYoverse: hübsch an der Oberfläche, aber darunter vermutlich wieder ein ordentliches Paket an Lore, Begriffen und versteckten Zusammenhängen.
Story: Vergangenheit, Bindungen und eine zersplitterte Welt
Konkrete Details zur Hauptgeschichte sind noch begrenzt, aber die Richtung ist erkennbar. Honkai: Nexus Anima setzt nicht einfach nur auf niedliche Kreaturen und bunte Umgebungen. Im Zentrum steht offenbar auch die Frage, was in der Vergangenheit passiert ist und warum die Verbindung zu den Anima so wichtig ist.
Der Spieler scheint eine besondere Rolle einzunehmen und wird in eine Welt geworfen, in der Anima mehr sind als Haustiere oder Kampfgefährten. Sie entstehen aus bestimmten Kräften, Konzepten oder Aspekten und besitzen eigene Eigenschaften, Formen und Geschichten. Einige wirken niedlich, andere eher mystisch oder fremdartig. Genau diese Bandbreite könnte dem Spiel viel Persönlichkeit geben.
Interessant ist auch, dass bekannte Honkai-Elemente nicht einfach kopiert werden. Nexus Anima sieht bislang nicht nach einem Spiel aus, das nur bekannte Figuren recycelt. Stattdessen scheint HoYoverse einen neuen Rahmen schaffen zu wollen, in dem vertraute Motive wie Schicksal, Verbindung, parallele Welten und Identität wieder auftauchen, aber auf andere Weise erzählt werden.
Gameplay: Sammeln, verbinden und strategisch kämpfen
Spielerisch setzt Honkai: Nexus Anima auf das Sammeln und Aufziehen von Anima. Diese Kreaturen werden gefunden, gebunden und anschließend in Kämpfen eingesetzt. Der Begriff „Bindung“ ist dabei besonders wichtig, denn das Spiel scheint nicht nur auf reines Einsammeln zu setzen, sondern auf eine Beziehung zwischen Spieler und Anima.
Die Kämpfe werden als Nexus-Duelle beschrieben. Nach bisherigen Eindrücken und Berichten aus Testmaterial scheint das Kampfsystem stärker strategisch angelegt zu sein als klassische Echtzeit-Action. Statt selbst jeden Schlag auszuführen, geht es offenbar darum, das eigene Team klug zusammenzustellen, Positionierung und Fähigkeiten zu beachten und die Stärken der Anima sinnvoll zu kombinieren.
Das kann sehr spannend werden, wenn HoYoverse die Balance trifft. Gute Creature-Collector leben davon, dass jede Kreatur nicht nur hübsch aussieht, sondern spielerisch eine Aufgabe erfüllt. Unterschiedliche Aspekte, Fähigkeiten und Synergien könnten dafür sorgen, dass man nicht einfach nur die stärksten Anima ins Team packt, sondern wirklich über Kombinationen nachdenkt.
Besonders wichtig wird dabei die Langzeitmotivation. Ein Sammelspiel braucht natürlich viele Kreaturen, aber auch sinnvolle Gründe, sie auszuprobieren. Wenn jede neue Anima eigene taktische Möglichkeiten eröffnet, könnte Nexus Anima deutlich mehr sein als nur ein hübsches Sammelalbum.
Erkundung: HoYoverse-typisch bunt und detailverliebt
Auch wenn die Kämpfe wichtig sind, dürfte die Erkundung eine große Rolle spielen. Das bisher gezeigte Material deutet auf farbenfrohe Gebiete, offene Areale und viele kleine Interaktionen hin. HoYoverse ist bekannt dafür, Welten zu bauen, die sich nicht nur als Kulisse verstehen, sondern als Orte zum Umherlaufen, Sammeln, Staunen und Entdecken.
Gerade bei einem Spiel rund um Kreaturen ist die Welt entscheidend. Anima müssen sich so anfühlen, als würden sie wirklich in diese Umgebung gehören. Wenn man sie nur in Menüs freischaltet, geht viel Charme verloren. Wenn sie aber in der Welt auftauchen, eigene Verhaltensweisen zeigen und mit der Umgebung verbunden sind, kann daraus ein deutlich stärkeres Abenteuergefühl entstehen.
Die offizielle Website zeigt bereits verschiedene Anima mit eigenen Namen, Aspekten, Größen- und Energiewerten. Das wirkt auf den ersten Blick fast wie ein kleines Bestiarium. Genau solche Details können Fans lange beschäftigen, wenn das Spiel sie gut einbindet.
Was Honkai: Nexus Anima von anderen HoYoverse-Spielen unterscheidet
Der größte Unterschied liegt klar im Fokus. Genshin Impact setzt auf Open-World-Action, Honkai: Star Rail auf rundenbasierte Kämpfe und starke Storykapitel, Zenless Zone Zero auf stylische Action in kompakten Einsätzen. Honkai: Nexus Anima dagegen scheint stärker auf Kreaturenbindung, Teamstrategie und Sammelreiz ausgelegt zu sein.
Das macht den Titel innerhalb des HoYoverse-Portfolios ziemlich interessant. Das Studio hat bewiesen, dass es Charakterdesign, Weltaufbau und langfristige Live-Service-Strukturen beherrscht. Bei Nexus Anima kommt nun die Frage dazu, ob HoYoverse auch ein überzeugendes Creature-Collecting-System aufbauen kann.
Gleichzeitig ist das natürlich eine Herausforderung. Der Markt für Kreaturenspiele ist nicht klein, und Vergleiche mit bekannten Genregrößen werden sich kaum vermeiden lassen. Honkai: Nexus Anima muss deshalb zeigen, dass es mehr bietet als nur „HoYoverse macht jetzt Monster-Sammeln“. Die eigene Stärke könnte in der Präsentation, im Weltendesign, in der Story und in den strategischen Kämpfen liegen.
Grafik: Niedlich, elegant und sehr HoYoverse
Optisch erkennt man sofort die Handschrift des Studios. Honkai: Nexus Anima setzt auf einen sauberen Anime-Stil, kräftige Farben, weiche Formen und aufwendig gestaltete Figuren. Die Anima selbst reichen von niedlich bis märchenhaft und sollen offenbar nicht nur als Kampfwerkzeuge funktionieren, sondern als echte Stars des Spiels.
Der Look wirkt insgesamt etwas leichter und verspielter als bei manchen anderen Honkai-Projekten. Gleichzeitig gibt es durch Begriffe wie Novarchen, Aspekte und Ebenen genug Hinweise darauf, dass unter der bunten Oberfläche wieder eine größere, vielleicht auch düstere Hintergrundgeschichte wartet.
Wichtig wird sein, wie gut das Spiel auf den geplanten Plattformen läuft. Gerade wenn PC, iOS und Android bedient werden, muss HoYoverse wieder eine Balance aus hübscher Präsentation und technischer Optimierung finden. Auf Mobilgeräten entscheidet oft nicht nur die Grafikqualität, sondern auch Bedienbarkeit, Übersicht und Ladezeiten.
Sound: Noch viele Fragezeichen, aber hohe Erwartungen
Zum Soundtrack und zur Sprachausgabe gibt es bislang noch nicht viele greifbare Details. Trotzdem darf man bei HoYoverse einiges erwarten. Musik ist seit Jahren ein wichtiger Teil der Studioidentität, egal ob emotionale Charakterthemen, große Kampfstücke oder ruhige Erkundungsmelodien.
Für Honkai: Nexus Anima wäre ein Soundtrack spannend, der die Mischung aus Abenteuer, Niedlichkeit und geheimnisvoller Welt trägt. Die Anima brauchen eigene akustische Persönlichkeit, Kämpfe müssen klar verständlich klingen und die Welt sollte sich beim Erkunden lebendig anfühlen.
Gerade bei einem Creature-Collector können kleine Sounds viel ausmachen. Wenn ein Anima nicht nur gut aussieht, sondern auch eigene Laute, Reaktionen und Animationen besitzt, entsteht deutlich schneller Bindung. Genau das dürfte für dieses Spiel besonders wichtig sein.
Was bisher besonders spannend wirkt
Der stärkste Punkt von Honkai: Nexus Anima ist die klare neue Richtung. HoYoverse verlässt sich hier nicht einfach auf die bekannten Formeln seiner bisherigen Spiele, sondern versucht, den Honkai-Namen mit einem anderen Genre zu verbinden.
Die Idee, Anima nicht nur zu sammeln, sondern echte Bindungen zu ihnen aufzubauen, passt sehr gut zu einem langfristig angelegten Spiel. Dazu kommen strategische Kämpfe, eine neue Welt mit 81 Ebenen und ein Design, das bereits jetzt viel Wiedererkennungswert besitzt.
Natürlich bleiben auch einige Fragen offen. Wie stark wird das Sammelsystem an Gacha-Mechaniken gekoppelt? Wie tief ist das Kampfsystem wirklich? Wie frei kann man die Welt erkunden? Und gelingt es HoYoverse, bei all den Systemen eine klare, verständliche Struktur zu schaffen?
Fazit
Honkai: Nexus Anima ist eines der spannendsten kommenden HoYoverse-Projekte, gerade weil es nicht einfach nur die nächste Variante einer bekannten Formel ist. Das Spiel kombiniert Kreaturensammeln, Anima-Aufzucht, strategische Kämpfe und eine neue Welt innerhalb des Honkai-Kosmos.
Noch ist vieles offen, vor allem der finale Release-Termin, die genaue Plattformverteilung, der Umfang und die Monetarisierung. Doch die Richtung ist interessant: HoYoverse versucht sich an einem Creature-Collector mit eigener Lore, sauberem Anime-Stil und vermutlich wieder viel langfristigem Sammel- und Ausbaupotenzial.
Wenn die Anima spielerisch genug Tiefe haben, die Welt wirklich zum Erkunden einlädt und die Kämpfe mehr bieten als hübsche Animationen, könnte Honkai: Nexus Anima ein sehr spannender neuer Ableger werden. Für HoYoverse-Fans ist der Titel ohnehin einen Blick wert. Für Freunde von Kreaturenspielen könnte er sogar besonders interessant werden – vorausgesetzt, das fertige Spiel findet die richtige Balance aus Sammelfreude, Strategie und erzählerischem Sog.