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[GC26] Planted! – Vorschau zum chaotischen Gartenkampf von Curveball Games

Mit Planted! kommt ein Partyspiel, das auf dem Papier herrlich absurd klingt: Gartenarbeit trifft Extremsport. Statt gemütlich Beete zu pflegen und entspannt Tomaten zu ernten, treten bis zu vier Spieler in Arenen gegeneinander an, pflanzen Gemüse, lassen es wachsen und schleudern die Ernte anschließend auf Ziele oder direkt auf die Konkurrenz. Das Motto ist entsprechend simpel: Sow. Grow. Throw.

Entwickelt wird Planted! von Cloth Cat Games, veröffentlicht wird der Titel von Curveball Games. Auf Steam ist das Spiel bereits gelistet und kann auf die Wunschliste gesetzt werden. Zudem gibt es eine Playtest-Option. Im PlayStation Store ist Planted! ebenfalls für 2026 gelistet. Inhaltlich wird das Ganze als chaotisches 1- bis 4-Spieler-Partyspiel beschrieben, das Ernte-Simulation, Arena-Wettkampf und Arcade-Action miteinander vermischt.

Der erste Eindruck: Planted! will nicht realistisch sein, sondern bewusst überdreht. Es geht um schnelle Entscheidungen, alberne Power-ups, taktisches Pflanzen und jede Menge freundschaftszerstörendes Durcheinander.


Gartenarbeit als Wettkampfsport

Die Grundidee von Planted! ist sofort verständlich. Spieler betreten eine Arena, sichern sich Beete, pflanzen Samen, lassen ihre Ernte wachsen und nutzen das fertige Gemüse, um Punkte zu erzielen. Dabei bleibt es aber nicht beim friedlichen Anbau. Andere Spieler können stören, klauen, blockieren oder mit Power-ups Chaos auslösen.

Genau daraus entsteht der Reiz. Planted! klingt nicht wie ein klassisches Farming-Spiel, sondern eher wie ein chaotischer Couch-Multiplayer-Titel mit Garten-Logik. Wer nur brav seine Pflanzen pflegt, wird wahrscheinlich schnell von frecheren Spielern überholt. Wer dagegen zu aggressiv spielt, vergisst vielleicht, rechtzeitig genug eigene Ernte aufzubauen.

Das Spiel scheint also mehrere Ebenen zu kombinieren: Ressourcen sichern, Ernte planen, Gegner beobachten, Power-ups einsetzen und im richtigen Moment Punkte machen. Unter der bunten Oberfläche steckt damit mehr Taktik, als man zunächst erwarten würde.


Sow, Grow, Throw

Der Ablauf lässt sich in drei zentrale Schritte zerlegen.

Sow: Zuerst müssen Spieler ihr Gebiet beanspruchen und Samen pflanzen. Schon hier entstehen Entscheidungen. Setzt man auf sichere, schnelle Erträge oder auf riskantere Pflanzen, die mehr Punkte bringen könnten?

Grow: Danach geht es darum, die Ernte möglichst effizient wachsen zu lassen. Dünger kann dabei offenbar eine wichtige Rolle spielen, denn größere Pflanzen bringen mehr Potenzial, machen einen aber auch zum Ziel. Eine riesige Ernte ist verlockend, aber wenn ein Gegner sie klaut oder zerstört, war die ganze Arbeit umsonst.

Throw: Am Ende wird die Ernte nicht verkauft oder gekocht, sondern geworfen. Gemüse wird zur Munition, Punktequelle und manchmal auch zur direkten Waffe gegen Mitspieler. Genau hier kippt der Garten endgültig ins Chaos.

Das System ist schön eingängig. Jeder versteht sofort, was zu tun ist. Gleichzeitig kann es genug Raum für verschiedene Spielstile geben: defensive Planer, aggressive Diebe, Power-up-Chaoten oder Spieler, die einfach nur versuchen, im Durcheinander irgendwie zu punkten.


Partyspiel mit Solo-Kampagne

Planted! ist klar auf Multiplayer-Chaos ausgelegt, soll aber auch allein funktionieren. Auf Steam wird eine handgefertigte Solo-Kampagne erwähnt. Das ist ein wichtiger Punkt, denn viele Partyspiele machen allein schnell wenig her. Wenn die Kampagne gut aufgebaut ist, kann sie nicht nur als Trainingsmodus dienen, sondern auch eigene Herausforderungen und kleine Geschichten bieten.

Im Multiplayer unterstützt das Spiel bis zu vier Spieler. Genannt werden Online- und Offline-Spiel, Split-Screen, Bots sowie Crossplay. Das ist für ein Partyspiel enorm wichtig. Planted! lebt wahrscheinlich stark davon, dass man schnell mit Freunden loslegen kann, egal ob lokal auf dem Sofa oder online.

Bots sind ebenfalls ein guter Zusatz. Gerade bei kleineren Runden kann es helfen, freie Plätze zu füllen und trotzdem das Chaos kompletter Matches zu erleben.


Biome, Power-ups und Charaktere

Der Umfang klingt für ein Partyspiel solide. Planted! soll acht unterschiedliche Biome bieten, jeweils mit eigenen Besonderheiten, Hindernissen und Gefahren. Dadurch sollten die Arenen nicht nur optisch variieren, sondern auch spielerisch andere Taktiken verlangen.

Dazu kommen zwölf Power-ups. Beispiele aus der offiziellen Beschreibung sind etwa Spud Turrets und Weed Bombs. Schon die Namen zeigen, wohin die Reise geht: albern, zugänglich und auf Chaos ausgelegt. Power-ups können solche Spiele enorm aufwerten, solange sie stark genug sind, um lustige Wendungen auszulösen, aber nicht so unfair, dass sie jede Planung zerstören.

Außerdem gibt es eine Besetzung aus zwölf ungewöhnlichen Gartenrivalen. Jeder Charakter soll eine eigene Persönlichkeit und einen eigenen Stil mitbringen. Ob sich die Figuren nur optisch unterscheiden oder auch spielerische Unterschiede haben, muss sich noch zeigen. Für ein Partyspiel ist aber schon Persönlichkeit viel wert vor allem, wenn die Charaktere den Humor des Spiels tragen.


Taktik unter dem Gemüsehagel

So albern Planted! wirkt, komplett zufällig soll es offenbar nicht sein. Wer gewinnen will, muss seine Produktion planen. Wann pflanze ich? Wann dünge ich? Wann werfe ich? Wann lohnt es sich, beim Gegner zu stören? Und wann ist es besser, lieber Punkte zu sichern statt noch größer zu wachsen?

Das erinnert an gute Partyspiele, bei denen die Regeln einfach sind, aber die besten Spieler trotzdem spürbar besser werden. Die ersten Runden dürften laut, chaotisch und voller Fehler sein. Mit der Zeit erkennt man dann wahrscheinlich, welche Pflanzen sich lohnen, welche Arena-Gefahren man nutzen kann und wann ein Power-up ideal sitzt.

Genau diese Mischung macht Planted! interessant. Es wirkt zugänglich genug für spontane Runden, könnte aber genug Tiefe entwickeln, damit man immer wieder zurückkommt.


Grafik und Ton

Optisch setzt Planted! auf einen bunten, humorvollen Look. Das passt perfekt zur Idee. Ein Spiel über Gemüse als Sportgerät sollte nicht zu ernst aussehen. Die Arenen müssen lesbar sein, die Charaktere schnell unterscheidbar und die Effekte klar erkennbar. Gerade wenn vier Spieler gleichzeitig pflanzen, werfen, klauen und Power-ups zünden, ist Übersicht entscheidend.

Der Humor scheint stark über Wortspiele, absurde Situationen und übertriebene Garten-Action zu funktionieren. Schon Begriffe wie „horticultural combat“ oder der Spruch „Only thyme will tell“ zeigen, dass das Spiel seine eigene Albernheit kennt. Wenn der Ton im fertigen Spiel genauso locker bleibt, könnte Planted! besonders als Partyspiel gut funktionieren.


Fazit

Planted! klingt nach einem dieser Indie-Spiele, die man in einem Satz erklären kann und sofort versteht: Gartenarbeit als chaotischer Arena-Sport. Genau das ist seine Stärke. Die Mischung aus Pflanzen, Wachsenlassen, Gemüsewerfen, Power-ups, Biomen, Bots, Crossplay und Solo-Kampagne wirkt angenehm rund.

Besonders spannend ist, dass unter dem offensichtlichen Chaos offenbar ein taktischer Kern steckt. Wer einfach wild herumrennt, wird wahrscheinlich verlieren. Wer seine Ernte plant, gute Momente abpasst und Gegner clever stört, dürfte deutlich erfolgreicher sein.

Noch bleibt abzuwarten, wie stark sich die Arenen unterscheiden, wie gut die Power-ups ausbalanciert sind und ob die Solo-Kampagne langfristig trägt. Aber die Grundidee ist stark, charmant und sofort verständlich. Planted! könnte 2026 ein richtig schöner Geheimtipp für alle werden, die Partyspiele mögen, bei denen Freundschaften nicht zerstört, sondern nur freundlich mit Gemüse beworfen werden.